Buchbach – Mit Vereidigungen, der Wahl der weiteren Bürgermeister und der Besetzung der Ausschüsse ist der Marktgemeinderat Buchbach in die neue Wahlperiode 2026 bis 2032 gestartet. Bürgermeister Thomas Einwang eröffnete die konstituierende Sitzung und begrüßte besonders die neu gewählten Marktgemeinderäte, die nun erstmals offiziell an der Arbeit des Gremiums teilnahmen.
Vor dem Einstieg in die Tagesordnung verabschiedete Einwang Manfred Kroha aus dem Marktgemeinderat. Kroha konnte bei der offiziellen Verabschiedung am 29. April nicht anwesend sein. Er gehörte dem Gremium von 2008 bis 2026 und damit 18 Jahre lang an. In dieser Zeit war er unter anderem Mitglied im Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss.
Appell zur sachlichen
Zusammenarbeit
In seinem Begrüßungsstatement gab Bürgermeister Einwang dem neuen Marktgemeinderat eine klare Linie für die kommenden Jahre mit auf den Weg. Er wies auf die Bedeutung einer sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit hin. Persönliche Interessen hätten im Gemeinderat keinen Platz, machte Einwang deutlich. Unterschiedliche Meinungen seien ausdrücklich erwünscht, Entscheidungen müssten aber gut abgewogen werden, weil sie immer Vor- und Nachteile mit sich bringen würden.
Kommunalpolitik reiche weit über kurzfristige Entscheidungen hinaus, betonte der Bürgermeister. Es gehe nicht nur um das „Hier und Jetzt“, sondern auch darum, Weichen für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zu stellen. Ziel müsse es sein, die Lebensgrundlagen in der Marktgemeinde zu sichern. Zugleich warb Einwang für Offenheit und eigenverantwortliche Entscheidungen. „Ein jeder muss nach seinem eigenen Wissen und Gewissen abstimmen“, sagte er.
Gerade auf die neuen Mitglieder werde viel Neues zukommen, so der Bürgermeister weiter. Themen wie Wasserver- und Abwasserentsorgung, Bauleitplanung, Gesellschaft und Vereinsleben gehörten zum breiten Aufgabenfeld eines Marktgemeinderates. Damit sich alle eine fundierte Meinung bilden können, sollen in den kommenden Monaten Informationsveranstaltungen angeboten werden. Unabhängig davon ermutigte Einwang die Ratsmitglieder, sowohl im Vorfeld als auch in den Sitzungen Fragen zu stellen. Er freue sich auf eine harmonische und zum Wohle des Marktes gedeihliche Zusammenarbeit.
Anschließend wurden die neu gewählten Mitglieder des Marktgemeinderates vereidigt. Den Eid leisteten Anton Bauer, Gerhard Brandmaier, Konrad Eisenberger, Robert Kammerer, Erich Koller, Rudolf Mottinger, Martin Oberbauer, Josef Schmid und Hans Wagner. Bürgermeister Einwang nahm ihnen den Eid ab und hieß sie damit offiziell im Gremium willkommen.
Danach legte der Marktgemeinderat fest, dass es auch in der neuen Wahlperiode wieder zwei weitere Bürgermeister geben wird. Dieses Modell habe sich in den vergangenen Wahlperioden bewährt. Die weiteren Bürgermeister üben ihr Amt ehrenamtlich aus. Die Wahl erfolgte jeweils geheim mit Stimmzetteln.
Dank für
das Vertrauen
Zum Zweiten Bürgermeister und damit zum ersten Stellvertreter des Ersten wurde Rudolf Mottinger gewählt. Von 17 abgegebenen Stimmzetteln waren 15 gültig; alle gültigen Stimmen entfielen auf Mottinger. Er nahm die Wahl an, bedankte sich für das Vertrauen und wurde später vereidigt. Zum Dritten Bürgermeister und damit zum zweiten Stellvertreter wurde Josef Schmid gewählt. Hier waren alle 17 abgegebenen Stimmzettel gültig, sämtliche Stimmen entfielen auf Schmid. Auch er nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen. Bürgermeister Einwang gratulierte beiden Gewählten und wünschte ihnen eine gute Zusammenarbeit.
Ausschüsse besetzt und
erste Beschlüsse gefasst
Außerdem wurde die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts neu gefasst. Sie regelt unter anderem die Ausschüsse, deren Mitgliederzahl und die Entschädigungen für ehrenamtliche Gemeinderatsmitglieder. Die bisherige Geschäftsordnung gilt vorläufig weiter, bis eine neue Geschäftsordnung erlassen wird.
Breiten Raum nahm die Besetzung der Ausschüsse ein. Für den Hauptverwaltungs-, Finanz- und Personalausschuss sowie für den Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss wurden jeweils sechs Mitglieder bestellt. Der Rechnungsprüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern. Die Sitzverteilung erfolgte nach den im Gremium vertretenen Fraktionen und Wählergruppen.
Dem Hauptverwaltungs-, Finanz- und Personalausschuss gehören Maria Vitzthum, Rudolf Mottinger, Konrad Eisenberger, Josef Schmid, Philipp Rinberger und Gerhard Brandmaier an. Als Stellvertreter wurden Salih Akyildiz, Robert Kammerer, Joachim Schöngut, Anton Bauer, Erich Koller und Manfred Rott benannt. In den Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss wurden Salih Akyildiz, Robert Kammerer, Sonja Thalmeier, Anton Bauer, Erich Koller und Martin Oberbauer berufen. Stellvertreter sind Martin Fischer, Hans Wagner, Konrad Eisenberger, Josef Schmid, Philipp Rinberger und Manfred Rott. Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören Martin Fischer, Hans Wagner, Joachim Schöngut, Philipp Rinberger und Gerhard Brandmaier an. Stellvertreter sind Maria Vitzthum, Rudolf Mottinger, Konrad Eisenberger, Josef Schmid und Manfred Rott. Zum Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses wurde Philipp Rinberger bestimmt, sein Stellvertreter ist Martin Fischer.
Zudem beschloss der Marktgemeinderat, Bürgermeister Einwang erneut zum Standesbeamten für Eheschließungen und die Begründung von Lebenspartnerschaften im Standesamtsbezirk Buchbach zu bestellen.
Auch zwei Sachthemen wurden noch behandelt. Für den Abbruch einer Zelthalle und den Neubau einer Lagerhalle in Steeg erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen. Außerdem fasste das Gremium den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Steeg Süd 1. Abschnitt“.
Damit sind die organisatorischen Grundlagen für die neue Wahlperiode gelegt. Der Auftakt zeigte einen Marktgemeinderat, der sachlich in die Arbeit einsteigen will. Einwangs Appell dürfte dabei als Leitlinie für die kommenden Jahre stehen bleiben: „Lasst uns offen diskutieren, sorgfältig abwägen und Entscheidungen zum Wohl des Marktes Buchbach treffen.“