Bürgermeister zapft Neumarkter Volksfest an

von Redaktion

Volle Konzentration auf das Fass. Dann eine gekonnte Ausholbewegung, zweimal zielgenau getroffen. Und schon hebt Neumarkts Bürgermeister Stefan Streck triumphierend die rechte Hand: „Ozapft is!“

Neumarkt-St. Veit – Neumarkts Bürgermeister Stefan Streck hebt triumphierend die rechte Hand: „Ozapft is!“ Das Neumarkter Volksfest hat damit am gestrigen Freitag offiziell begonnen.

Das verkündeten außerhalb des Festzeltes dann auch gleich freudig die Böllerschützen, die seit jeher mit ihren Salutschüssen das freudige Ereignis im Rottal ankündigen.

Auftakt am
Hubensteiner Brunnen

Für die zahlreichen Bedienungen im 1.500 Personen fassenden Festzelt ist das zugleich der Startschuss, um mit zwei Handvoll Masskrügen durch die Gänge zu eilen. Schließlich gilt es, möglichst schnell den Durst der zahlreichen Vereinsabordnungen, vom TSV über die Trachtler bis zu den Schützen, zu löschen.

Für die gefällige Begleitmusik sorgte gleich zum Auftakt die Stadtkapelle von Neumarkt-St. Veit, die auch den Festzug zum Festgelände angeführt hat.

Vorher war es die Kapelle um Musemoaster Sepp Eibelsgruber, die am Hubensteiner Brunnen traditionell zum Standkonzert gespielt hatte. Stadträte, Politiker, Brauereivertreter, Bedienungen und die zahlreichen Fahnenabordnungen hatten noch Zeit, sich zu unterhalten, bevor sich der Festzug durch den Stadtplatz und zur Adlsteiner Straße in Bewegung setzte.

Bereits am Eingang zum Volksfest-Oval wartete die erste Überraschung: „Kanurah“ ist sein Name, ein neues Fahrgeschäft, das pendelartig die mutigen Mitfahrer hinauf in schwindelnde Höhen treibt und mit drehenden Gondeln für den besonderen Nervenkitzel sorgt. Wer es etwas ruhiger angehen wollte, fand im Autoscooter eine Alternative mit hohem Spaßfaktor zum „Anbandeln“, auch wenn der Aufprall dafür oft heftig sein konnte.

Wer es nostalgisch mag, ist bei der Schiffschaukel gut aufgehoben. Väter fahren mit ihren Kindern im Kinderkarussell und auch das Trampolin war ständig belegt. Im Zelt, dieses Mal in Gelb-Blau gestaltet, herrschte gleich beste Stimmung. Anneliese und Josef Zens und ihre Familie hatten mit all ihren Mitarbeitern ihr Möglichstes getan, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.

Bis spät in die Nacht haben die Enkelsöhne Armin und Mathias in den Tagen vor dem Anstich noch gewerkelt, um die Bar mit einer Holzüberdachung auszuschmücken. Die hatte sich bis wenige Tage vor dem Startschuss noch im Festzelt in Oberbergkirchen befunden. Festwirt Sepp Zens selbst überwachte schon einige Tage zuvor das Geschehen rund um das Zelt.

Sein Wohnwagen steht schon seit vergangener Woche an seinem Platz. Dort übernachtet der Festwirt selbst als Zeltwache Tag für Tag. Er freut sich jetzt darauf, wenn es endlich losgehen kann. Zumal auch das Wetter mitzuspielen scheint: „Bis zu 30 Grad Celsius sind angesagt!“, weiß Zens. Da werden sich die Garnituren im Biergarten schnell füllen.

Solider Bierpreis wie im
vergangenen Jahr

Und damit auch dem Biergenuss nichts im Wege steht, auch dafür hat Zens gesorgt. Während die Preise an den Zapfsäulen pünktlich zum Ferienstart wieder nach oben geschnellt sind, hält sich Zens an das, was er versprochen hat. „Die Mass Bier kostet wie im vergangenen Jahr 10,40 Euro!“

Man hat also die Qual der Wahl: In den Urlaub fahren oder das Volksfest daheim genießen? In Neumarkt-St. Veit dauert dieses bis zum 31. Mai.

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