Mühldorf – Mit dem Zitat von Wilhelm Busch: „Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben! Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab“, begann Renate Schandl, die Vorsitzende des St. Joseph Hilfsvereins die Jahresversammlung. „Genau dieses Zitat übernahm die Vorstandschaft nicht, sonst wären wir nicht hier“, so Renate Schandl schmunzelnd.
„Wir haben den inneren Antrieb, in der Gesellschaft etwas bewegen zu wollen, vor allem den Bewohnern von der Stiftung Ecksberg Sonnenschein und Abwechslung in den Alltag zu bringen“. Sie ließ in ihrem Rückblick die Aktivitäten des Vereins noch einmal Revue passieren. Dabei erinnerte sie unter anderem an den Zauberworkshop für den integrativen Zirkus Farfalle, den barrierefreien Naschgarten beim Haus Joseph, die Anschaffung einer Nestschaukel oder die Einladung der Klinikclowns. Bei der jährlichen Weihnachtsaktion wurden 3.390 Euro beantragt, um Wünsche von bedürftigen Bewohnern zu erfüllen. Ein Defibrillator wurde angeschafft, damit im Notfall schnell und sicher geholfen werden kann. Ein großes Anliegen ist es dem Verein, auch den Bewohnerinnen der Stiftung Ecksberg den Alltag zu erleichtern: So wurde ein Ultraschallgerät mit 3.000 Euro bezuschusst und nun mit einer gynäkologischen Sonde im Wert von rund 2.500 Euro komplettiert. Nun ist es möglich, die jährlichen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen durch Fachärztinnen vor Ort im medizinischen Stützpunkt durchzuführen. Somit können die Untersuchungen in vertrauter Umgebung stattfinden und die Patientinnen haben weitaus weniger Stress.
Möglich machen diese Ausgaben die derzeit 172 Mitglieder und viele Spenden. Besonders freute sich Renate Schandl, dass der Verein beim Sparkassenvoting zum Zuge gekommen ist und somit die Reittherapie weiter unterstützt werden kann, die von den Krankenkassen nicht übernommen wird.
Außerdem wurden viele Anfragen zwecks Zuschüssen an den Förderverein gestellt, so Renate Schandl. So stellte beispielsweise Reittherapeutin Bianca Reiss die Förderziele des heilpädagogischen Reitens vor. Nicht die reiterliche Ausbildung, sondern die individuelle Betreuung und Förderung mit- hilfe des Pferdes stehen im Mittelpunkt dieser Methode. Die heilpädagogische Arbeit versteht sich als tiergestützte Therapie mit hohem Motivationscharakter und ganzheitlicher Wirkung, erläuterte Reiss.
„Es ist immer wieder schön, wie viel Freude wir mit Spenden der Stiftung Ecksberg bereiten. Nur durch viele helfende Hände können wir viel erreichen und den Bewohnern und Werkstattgängern von der Stiftung Ecksberg eine große Freude bereiten“, so die Vorsitzende. stn