Musik und Dankesworte: Rührender Abschied von Kramerladen in Rechtmehring

von Redaktion

Nun ist er Geschichte, der Kramerladen in Rechtmehring. Rita und Wolfgang Raab schlossen ihr Geschäft für immer. Zum Finale: viel Wehmut und eine Überraschung, von der die Kaufleute wohl nichts ahnten. Kurz bevor der Laden, im Dorf als „Der Zirnbauer“ bekannt, für immer zugesperrt wurde, überraschten 40 Rechtmehringer samt Mehringer Blechblosn die beiden Inhaber. Auch Rechtmehrings neue Bürgermeisterin Irmgard Daumoser und Anton Hanslmeier bedankten sich für die vielen Jahre, die die beiden tagtäglich im Laden standen und das Dorf mit Lebensmitteln versorgten. Rita Raab war es noch einmal besonders wichtig, sich bei den vielen Stammkunden zu bedanken. Die Regale hatten sich in der letzten Woche bereits deutlich geleert. Viele waren gekommen, um hier ein letztes Mal einzukaufen: mit viel Wehmut im Herzen. Doch „der stark rückläufige Umsatz 2024 und 2025“ war der Anstoß zur Entscheidung, das Geschäft zu schließen, so Rita und Wolfgang Raab. Viele würden nur noch das kaufen, was sie woanders vergessen hätten „und was sie auf Anhieb zum Frühstücken brauchen“. Doch es gab auch viele Stammkunden. Rita Raab war es noch einmal besonders wichtig, sich bei diesen treuen Käufern zu bedanken. Ohne sie hätte der Laden schon viel eher seinen Betrieb einstellen müssen. Nun öffnet sich seine Tür nicht mehr. Eine Ära geht in Rechtmehring zu Ende. Denn das Geschäft hat eine lange Handels-Tradition, die Wurzeln gehen weit zurück. Der vermutliche Gründer Johann Baptist Zirnbauer, 1815 bis 1906, war Kaufmann, bis zur Schließung trug der Laden im Dorf den Namen „Der Zirnbauer“. Was es nun auch nicht mehr geben wird, sind die handgeschriebenen Preise auf den handverlesenen Wurst- und Käsescheiben. Ob sich Nachfolger finden werden, ist noch offen. Fotos / Text Manzinger

Artikel 6 von 11