Mühldorf – Für eine bundesweite Studie wurden Bürger von 10.817 Gemeinden befragt. Sie sollten Auskunft darüber geben, wie zufrieden sie an ihrem Wohnort mit den Angeboten für Gesundheit, Freizeit, Bildung, Digitalisierung und Mobilität sind.
Die OVB-Heimatzeitungen haben sich bei Passanten am Stadtplatz Mühldorf umgehört. Da gab es Kritik, aber auch viel Lob für die Versorgung in der jeweiligen Heimatgemeinde.
Anna Mannseicher, Zangberg: „Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Wohnort. Wir haben eine Busanbindung, schnelles Internet, Radwege und einen tollen Kindergarten. Leider findet meine Hausärztin keinen Nachfolger. Diese Angelegenheit beschäftigt mich.“
Ernestine Kreitlmeier, Mühldorf: „Über Mühldorf kann ich eigentlich nicht klagen. Das Gesundheitswesen passt. Öffentliche Verkehrsmittel benutze ich nicht, darüber kann ich keine Auskunft geben. Allerdings soll endlich was in Sachen Hallenbad geschehen.“
Maximilian Osner, Schwindegg: „Braucht man einen Facharzt, dann sind die Wege lang. Bevor der Glasfaseranschluss Einzug hielt, war das Internet eine Katastrophe. Erfreulich ist, dass der Schulbusverkehr gut funktioniert. Man kann sagen, der Bus hält fast vor der Haustür.“
Antonia Trieb, Mühldorf: „Mit der Gesundheitsversorgung bin ich zufrieden. Was man über die Deutsche Bahn nicht sagen kann: Die ständigen Verspätungen sind untragbar. Das Freizeitangebot ist okay, auch für ältere Leute. Meine Oma findet immer etwas.“
Simon Müller, Mettenheim: „Das Bildungssystem gehört grundsätzlich durchforstet. Dass man auf Arzttermine monatelang warten muss, ist ein Unding. Ich bin für die kostenlose Nutzung der hiesigen Verkehrsbetriebe. Was klasse ist: Freizeit am Inn verbringen zu können.“
Sarah Schober, Mettenheim: „Im Landkreis gibt es tolle Feste und auch Bars, die sich für junge Menschen eignen. Meine Berufsschule gefällt mir und das Internet ist zuverlässig. In den Arztpraxen gibt es ein hohes Patientenaufkommen und lange Wartezeiten.“
Interview:
Ursula Huckemeyer