Schwindegg – Das 125-jährige Gründungsfest des Radfahrervereins Walkersaich war ein voller Erfolg. Viele Besucher kamen zum Weinfest mit Liveband Leschär, nahmen an der Radsuchfahrt am nächsten Tag teil oder gehörten zu den Mannschaften des Stockturniers.
Den Abend krönte eine Steckerlfischparty, und am Festsonntag folgte ein würdiger Gottesdienst mit anschließendem Festzug. Das Wetter hielt die meiste Zeit, und ein Gewitter verzog sich schnell.
Fahrradlklingel als
Symbol für das Leben
Den Wortgottesdienst am Sonntagvormittag hielten Thomas Keller und Julian Sieber. Zwischen Liedern, Gebeten und einer Lesung über den heiligen Christophorus hielten Sieber und Keller gemeinsam die Ansprache.
Im Stil von Pfarrer Thomas Barenth, der den Gottesdienst nicht halten konnte, hatten sie sich eine Fahrradklingel als Symbol vorgenommen und trugen ein paar Gedanken dazu vor. Sie sahen die Klingel als Symbol fürs Leben – jeder sollte eine haben. Sie rufe die Menschen aus der Angst, warne sie aber auch, wenn etwas nicht stimme, und sei ein Zeichen der Freude in der Freiheit des Sommers.
Verein bereichert
das Dorfleben
Die beiden Vortragenden betonten, wie wichtig Zusammenhalt, Frieden und Verbundenheit im Vereinsleben sind. Den Fürbitten folgte die Eucharistiefeier. Es sang der Walkersaicher Kirchenchor. Bürgermeister Roland Kamhuber bedankte sich im Anschluss für die hervorragende Gestaltung des Gottesdienstes, was mit Applaus bedacht wurde. Neben Bewegung und Fitness bereichere der Verein das Dorfleben mit seiner Gemeinschaft. Verlässlichkeit, Kameradschaft und Freude am Zusammenhalt würden großgeschrieben, so der Bürgermeister. Der Vorsitzende des Radfahrervereins Robert Denk blickte zurück auf 125 Jahre Engagement in Generationen von Mitgliedern. „Wenn viele gemeinsam anpacken, kann Großes entstehen“, so Denk, der auch auf die aktuelle Arbeit für das Fest blickte, das nur durch die Unterstützung aller gestemmt werden konnte.
Im Anschluss an den Gottesdienst formierte sich die Aufstellung für den gemeinsamen Umzug durch den Ort. Einmal den Berg hinunter und um das Dorf, dann den Berg wieder hinaufging der Festzug mit den Fahnenabordnungen.
Festzug durch den
Ort als Krönung
Vorneweg marschierte die Musikkapelle Schwindegg. Der Zug endete am Zelt bei der alten Schule, wo es beim Mittagessen zum gemütlichen Teil überging.