Den jungen Leuten eine Stimme geben

von Redaktion

Wahlen für das Jugendparlament – Mehr Bewerber als erwartet stellen sich zur Wahl

Waldkraiburg – Alle 14- bis 25-Jährigen konnten sich bis zum 31. Mai für einen Sitz im Jugendparlament der Stadt bewerben. Laut Informationen des Jugendreferenten der Stadt, Christoph Arz, haben mehr Jugendliche als erwartet diese Chance genutzt (Anmerkung der Redaktion: Genaue Zahl noch nicht bekannt). Zur Wahl stehen 20 Kandidaten. „Wahllokale werden die Schulen, das Haus der Jugend und das Rathaus sein“, so die Stadt Waldkraiburg. Alle Wahlberechtigten wurden per Post informiert. „So erreicht man auch die, die eine Ausbildung machen, oder nicht mehr zur Schule gehen“, sagt Arz. Doch wie läuft solch eine Wahl eigentlich ab und was kann das Jugendparlament bewirken?

Die junge Stimme der
Stadt hat sich etabliert

Durch Aktionen wie ein Bierpongturnier oder einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt habe sich das Parlament in der Vergangenheit gesellschaftlich etabliert. „Und darum geht es bei dem Jugendparlament vor allem. Um die Gemeinschaft“, sagt Arz. Aber nicht nur das: Nina Binder (24), amtierende Vorsitzende, berichtet, was ihre Aufgaben bisher waren und was sie sich von der Politik wünscht: Der Vorstand vertritt nach ihren Angaben das Gremium nach außen, führt Interviews, nimmt an Veranstaltungen teil und organisiert Sitzungen und Aktionen. Der Vorstand arbeite eng mit dem Jugendreferenten Christoph Arz und den Jugendpflegern vor Ort zusammen.

Ein prägendes Thema der vergangenen Amtszeit sei die Kommunalwahl gewesen. „Wir wurden zu Podiumsdiskussionen eingeladen und haben selbst viel diskutiert“, sagt Binder. Rund 30 Jugendliche kandidieren bei der bevorstehenden Wahl.

Die Vorsitzende selbst hat sich erneut für das Amt beworben. Für die Zukunft wünsche sie sich, dass die Stadt und das JuPa mehr aufeinander zugehen.

Das Jugendparlament bedeutet für sie, jungen Menschen eine Stimme zu geben. „Wenn man sich den Stadtrat anschaut, sitzen dort hauptsächlich ältere Leute. Deshalb ist es wichtig, dass auch wir gesehen und gehört werden“, sagt sie. Das Jugendparlament sei bislang sehr vielfältig aufgestellt gewesen. Politischer Extremismus oder ein spürbarer Rechtsruck hätten in der Arbeit des Gremiums bislang keine Rolle gespielt.

Mit Blick auf die bevorstehende Wahl hofft sie auf eine hohe Beteiligung. „Uns würde es sehr freuen, wenn möglichst viele abstimmen. Jede Stimme zählt.“

„Waldkraiburg hat einen neuen Bürgermeister und Stadtrat. Das ist ein Neuanfang für alle. Auch für die Jugend. Und somit ihre Chance, etwas daraus zu machen“, beschreibt Arz die zukünftige Rolle des JuPa. Er wolle dennoch das Gremium stärker politisieren. „Das Jugendparlament hat per se kein Mandat im Stadtrat. Aber durch den Jugendreferenten können Anträge und Ideen weitergeleitet werden.“ So gebe man den jungen Leuten in der Politik eine Stimme. Bei der vergangenen Kommunalwahl habe sich gezeigt, dass Jugendliche und junge Erwachsene „einfach mitreden wollen“.

Zudem seien neue Strukturen geschaffen worden: Das Parlament werde seit 2022 von zwei Vorsitzenden angeführt und es gebe durch den konkretisierten Posten des Jugendreferenten einen engeren Austausch mit Stadtverwaltung, Stadtrat und Bürgermeister. „Die Rahmenbedingungen sind da, jetzt liegt es am neuen Jugendparlament, diese Möglichkeiten zu nutzen“, betont Arz.

Zusammenarbeit mit
dem neuen Bürgermeister

Bürgermeister Emil Kirchmeier betont die Bedeutung des Jugendparlaments für die Zukunft der Stadt. Das Gremium sei die Stimme jener Generation, die das Waldkraiburg von morgen mitgestalte. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den neu gewählten Mitgliedern und auf einen offenen Austausch auf Augenhöhe. Die Türen des Rathauses stünden den Jugendlichen dabei jederzeit offen.

„Ihre Ideen, Anliegen und auch ihre Kritik sind ausdrücklich willkommen“, sagt Kirchmeier.

Gerade in Krisenzeiten brauche es die Perspektive junger Menschen, schließlich gehe es um ihre Zukunft. Deshalb ruft er die Jugendlichen dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, selbst zu kandidieren und sich aktiv einzubringen. „Waldkraiburg braucht eure Ideen.“

Wer bis jetzt dabei war

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