„Mühldorfer Hex“ begeistert

von Redaktion

Das Theaterstück „Die Mühldorfer Hex“ hat in diesem Sommer für einen großen Erfolg im Haberkasten gesorgt. Alle sechs Vorstellungen des Kulturschupp’n Mühldorf sind ausverkauft gewesen. Nach den Aufführungen blickten die Akteure auf eine intensive Zeit zurück.

Mühldorf – Ein absoluter Höhepunkt im kulturellen Leben der Kreisstadt Mühldorf war in diesem Sommer das Theaterstück „Die Mühldorfer Hex“, das der Kulturschupp’n Mühldorf im Innenhof des Haberkastens sechsmal aufführte. Diese Bilanz ziehen Beteiligte des Publikumserfolgs. „Sechs ausverkaufte Vorstellungen, ‚Standing Ovations‘, begeisterte Publikumsreaktionen“, zählt Christopher Luber auf. Er hatte zusammen mit Mike Sobotka Regie geführt und mit seiner Frau Silvia Menzel das Stück geschrieben.

Großer Erfolg für
das gesamte Ensemble

Ihm bleibt noch mehr in Erinnerung: „Das über alles Maß hinausgehende Engagement Einzelner, die professionelle Lichttechnik. Überzeugende schauspielerische Leistungen aller, hervorstechende Leistungen Einzelner. Von denen im Schatten des Scheinwerferlichts ganz zu schweigen.“ Und noch eines hebt Luber hervor: „Neben unserem Anliegen, an das Schicksal der Marie Pauer zu erinnern und die Parallelen zu heute herauszuarbeiten, hat die Gruppe von über 50 Spielern und Helfern erleben dürfen, was wir Gutes schaffen können, wenn wir zusammen ernsthaft und mit Spaß an einem ‚Stück‘ ziehen. Auch wenn kurzzeitig, wie anlässlich der ausgefallenen Premiere, das Desaster zu drohen scheint. Das nennt sich, glaube ich, ‚Selbstermächtigung‘.“

Anita Wisgalla spielte die Titelrolle und hatte wohl den meisten Text zu lernen: „Ich bin sehr froh, dass wir nach der leider verregneten Premiere sechs tolle Vorstellungen spielen konnten, bei denen wir zeigten, wie gut ein bunter Haufen aus vielen erfahrenen, aber auch einigen ganz neuen Spielern unserer Theatergruppe nach einem halben Jahr intensiver Proben als Ensemble zusammengewachsen ist. Für mich persönlich war es eine große Ehre und eine ganz besondere Erfahrung, Marie Pauer auf der Bühne verkörpern zu dürfen. Die vielen positiven Gespräche mit dem Publikum nach den Vorstellungen haben gezeigt, dass wir unser Ziel, an Maries Schicksal zu erinnern und ihr mit unserem Stück ein Denkmal zu setzen, erreicht haben.“

„Es war einfach großartig“, fasst Marianne Zollner, die Vorsitzende des Mühldorfer Kulturschupp‘ns, zusammen: „Zunächst war es erst einmal eine enorme Herausforderung für das gesamte Theaterensemble, denn die Größenordnung einer Freilichtinszenierung im Haberkasten-Innenhof ist eine andere als in unserem Theaterhaus in der Mühlenstraße. Doch die viele Arbeit hat sich gelohnt – und zwar für alle Beteiligten. Sechsmal ausverkauft, das gab es noch nie.“

Der Publikumserfolg war auch für Zollner überraschend: „Wir hatten statt fünf schon sechs Termine für die ,Hex‘ angesetzt, weil wir hofften, dass viele Menschen interessiert sind am Schicksal der Marie Pauer. Doch dass dann jedes Mal der Haberkasten voll war, das hat uns alle überrascht. Eine geplatzte Premiere hatten wir noch nie. Und dass es möglich war, in einer halben Stunde 50 Mitwirkende von einer Ersatzvorstellung als Sonntagsmatinee zu überzeugen, grenzt fast an ein Wunder.“

„Es war sehr anstrengend, so viele Vorstellungen hintereinander zu spielen, doch alle wollten, dass möglichst viele Menschen das Stück besuchen können“, sagt Zollner. „Das Stück hat einen besonderen Zauber, weil es – so grausam es zum Teil ist – auch eine wichtige Botschaft der Menschlichkeit hat. Es hat nicht nur unsere Theatergäste fasziniert, sondern uns alle gepackt. Jeder hat sein Bestes gegeben.“

Ein unvergesslicher
Theatersommer

Nicht nur für Zollner wird dieser Theatersommer unvergesslich bleiben: „Für unser Theaterteam war es rückblickend eine sehr anstrengende, aber eine wunderbare Zeit. Alle Mühe hat sich gelohnt. Es hat sehr große Freude gemacht, bei der ‚Hex‘ mitzuwirken. Diese Theatertage werden für uns alle ein ‚Highlight‘ bleiben, an das wir unser Leben lang gerne zurückdenken.“

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