Wettersteinplatz soll sicherer werden

von Redaktion

Untergiesinger Lokalpolitiker fordern besseren Übergang zwischen Tram- und U-Bahn sowie Barrierefreiheit

Der Wettersteinplatz soll sicherer und barrierefrei werden – und das vor allem schneller, als von der Stadt geplant. Der Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching formulierte zuletzt einen ganzen Forderungskatalog und will gar ein „Pflichtenheft“ auflegen.

Hintergrund: Aus Sicht des BA ist vor allem die Querung zwischen Trambahn-Haltestelle und dem U-Bahnhof Wettersteinplatz direkt gegenüber sehr gefährlich. Von der schmalen Tram-Plattform eilen die Fahrgäste über die Grünwalder Straße, um noch eilig die nächste U-Bahn zu erreichen. Bisher ist diese Querung mit dem Autoverkehr nicht koordiniert. Der BA sprach sich deshalb dafür aus, vor Ort die sogenannte Pförtnerschaltung zu installieren um so den Kraftfahrzeugen im Bedarfsfall eine signalisierte Kurzzeit-Wartepflicht aufzuerlegen. Damit sollen die ÖPNV-Pendler zwischen Tram und U-Bahn künftig sicherer über die Grünwalder Straße gelangen können.

Zudem soll der Wettersteinplatz für Rollator und Rollstuhl barrierefrei ausgestaltet werden. Dazu gehört aus Sicht des BA auch der alleinige Einsatz von Niederflur-Tramfahrzeugen, um keine Schwelle zwischen Tram und Bahnsteig zu schaffen.

„Unverständnis“ formulierten die Lokalpolitiker mit Blick auf den Zeithorizont für mögliche Nachbesserungen. Die Stadtwerke hatten dem Gremium mitgeteilt, erst im Zuge einer Gleiserneuerung – voraussichtlich 2022 – auch Veränderungen zur Barrierefreiheit und sicheren Querung vorzunehmen. „Viel zu spät“, hieß es im BA. Auch in Hinblick auf die starke Frequentierung und die Heimspiele der Fußballer der Münchner Löwen sei eine frühere Anpassung nötig. harald Hettich

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