Vorreiter für den Radverkehr

von Redaktion

Isarvorstadt: Bezirksausschuss kritisiert Stadt als mutlos – Grüne fordern mehr Fahrradwege

Was der Stadtrat jüngst zur Zukunft des Radverkehrs beschlossen hat, sei mutlos und nicht visionär, kritisiert der Bezirksausschuss Isar- und Ludwigsvorstadt. „Es fehlt ein klarer Plan und eine referatsübergreifende Gesamtstrategie“, sagt der Grüne Stadtrat Paul Bickelbacher. Die Stadt werde das selbstgesetzte Ziel verfehlen, bis zum Jahr 2025 nur noch 20 Prozent der Wege mit einem Verbrennungsmotor zurückzulegen. Deshalb möchte der Bezirksausschuss das Verkehrsschicksal im Viertel selbst in die Hand nehmen. Der Umstieg auf das Rad sei das beste Mittel für die Luftreinhaltung. „Wir müssen für die Anwohner handeln und generell umdenken“, sagte der BA-Vorsitzende Alexander Miklosy (Rosa Liste).

Einstimmig forderte das Gremium in der jüngsten Sitzung mehr Geld für die Nahmobilität, eine Auflistung aller noch vorhandenen Lücken im Radnetz des Bezirks bis März 2018, mehr Fahrradparkplätze und eine Rad-Service-Station am Hauptbahnhof.

Bei den weiteren konkreten Maßnahmen wollte die CSU-Fraktion dann nicht mehr mitgehen. Sie plädierte für eigene Radachsen abseits der Hauptverkehrsadern. Für die anderen Fraktionen steht der Wunsch nach kurzen Radverbindungen im Vordergrund. Sie fordern, bis zum Jahr 2020 Radstreifen auf der Schwanthalerstraße anzulegen, perspektivisch auch auf der Fraunhoferstraße. „Hier wird das auf einen Verzicht auf Parkplätze hinauslaufen“, erklärte Bickelbacher. „Letztendlich erhöht man so aber vor allem die Sicherheit der Fußgänger“, ergänzte Miklosy. Auf der Wunschliste des BA steht ferner eine attraktive Radverbindung vom Bahnhof in die Altstadt und, wo möglich, eine grüne Ampelwelle für die Radler.  bus

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