Kann ein Einbahnstraßen-Labyrinth den Verkehr beruhigen? Dies zumindest haben Anwohner für die Ehrengut- und die Dreimühlenstraße auf der diesjährigen Bürgerversammlung in der Ludwigs-/Isarvorstadt vorgeschlagen. Der Durchgangsverkehr soll so unterbunden werden. Das Westend sei ihr Vorbild, argumentierte eine Anwohnerin der Dreimühlenstraße: „Da fahren nur noch sehr wenige mit dem Auto durch, weil man vor lauter Einbahnstraßen kaum mehr rauskommt.“ Nur Radler dürften dann noch in beide Richtungen fahren. Eine knappe Mehrheit der Mitbürger stimmte für ihren Antrag. Die Stadt wird sich darum nun mit dem Thema befassen müssen. Allerdings gab Peter Geck, Verkehrsexperte der Stadtverwaltung, direkt zu bedenken: „Wir können nicht einfach Straßen in Einbahnstraßen umwandeln. Dazu braucht es zunächst ein tragfähiges, durchgerechnetes Verkehrskonzept.“ Schließlich müssten auch die Interessen der direkten Anwohner berücksichtigt werden. Die Stimmung scheint sich allerding auch bei Autobesitzern, wie Martin Scholz aus der Ehrengutstraße, gegen die vielen Fahrzeuge zu wenden. „Die schönsten Momente sind beim Dreimühlenfest oder im August, wenn viel weniger Autos hier parken“, sagte er und beantragte deshalb möglichst viele neu zu bauende Bewohnergaragen auf dem Viehhofgelände. bus