In dem Projekt Arnulfsteg scheint irgendwie der Wurm zu stecken. Nachdem die von der Stadt mit dem Bau beauftragte Arbeitsgemeinschaft (Arge) gekündigt hatte, musste die Verwaltung wie berichtet neu ausschreiben. Schon damals war mit einer Kostensteigerung von vier auf dann 22 Millionen Euro kalkuliert worden. Das Ergebnis der Ausschreibung nun zeigt, dass es sogar noch teurer wird. CSU und SPD müssen entscheiden, ob sie bereit sind, nunmehr 26 Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Dem Vernehmen nach hadern einige Stadträte der CSU mit der neuerlichen Kostensteigerung. Günstiger war aber laut Stadtverwaltung keines der sechs abgegebenen Angebote.
Der 242 Meter lange gläsernen Steg soll über die Stammstrecke, zwischen Hacker- und Donnersbergerbrücke, die Landsberger Straße mit dem Arnulfpark verbinden. Der Stadtrat hatte den Steg 2015 grundsätzlich genehmigt. Eine Arbeitsgemeinschaft hatte die Ausschreibung für sich entschieden, dann allerdings festgestellt, notwendige Spezialteile nicht anfertigen zu können. Daraufhin erfolgte die Kündigung des Auftragnehmers, mit dem die Stadt seitdem juristisch im Clinch liegt. Es geht um Regressforderungen von 4,7 und 8,4 Millionen Euro – je nachdem, ob der Steg noch gebaut wird.
Das entscheidet der Bauausschuss am Dienstag. Sollte dort und in der Vollversammlung im Dezember keine Entscheidung fallen, wird es schwierig, den Zeitplan einzuhalten, da die Bahn Gleise sperren muss. Bisher wird mit Baubeginn im Juli und mit der Fertigstellung 2020 kalkuliert.
Sascha Karowski