Ein (fast) sauberer Jahreswechsel

von Redaktion

Obwohl bestimmt nicht weniger Feuerwerk gezündet wurde, herrschte in München zum Jahreswechsel nicht annähernd so dicke Luft wie im Jahr zuvor. Der Grund: Unter klarem Himmel wehte ein frischer Wind die Rauchschwaden schnell wieder weg.

In der Silvesternacht 2016/17 war das anders: Eine Inversionsschicht hatte sich wie ein Deckel über die Stadt gelegt und den Qualm von abertausenden Raketen und Böllern eingeschlossen. Die Feinstaub-Belastung schnellte gegen 1 Uhr an der Landshuter Allee auf atemberaubende 1346 Mikrogramm pro Kubikmeter empor, und selbst am Morgen des 1. Januar 2017 wurden noch 490 Mikrogramm gemessen. Der gleitende 24-Stunden-Mittelwert, der jeweils die letzten 24 Stunden aufsummiert, lag in gleicher Höhe. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm.

Diesmal blieb den Münchnern derart dicke Luft erspart. Der Stunden-Höchstwert um 1 Uhr morgens lag an der Landshuter Allee bei 682 Mikrogramm, gerade einmal halb so hoch wie im Vorjahr, am Stachus waren es 421 Mikrogramm. Doch schon um 6 Uhr morgens waren die Werte wieder unter 50 Mikrogramm gesunken. Um 8 Uhr wurden am Stachus nur mehr 8 Mikrogramm gemessen, ab 11 Uhr stiegen die Werte – vermutlich verkehrsbedingt – in der erwachenden Stadt wieder leicht an. Den Tages-Grenzwert von 50 Mikrogramm dürfte München am Ende des Tages zwar an allen Messstellen gerissen haben, doch das ist seit jeher für den Neujahrstag normal. sc

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