„Mehr Uga-Uga im Leben!“ Für dieses Ziel will das Schweizer „Gorilla“-Programm, das seit Kurzem auch in Deutschland aktiv ist, die Münchner Jugendlichen gewinnen. Uga-Uga, das heißt: mehr Bewegung und gesunde Ernährung – um die Kraft, die Energie und die Lebensfreude eines Gorillas zu gewinnen. Die Gorilla gGmbH hat für diesen erfolgreichen Ansatz nun den Gesundheitspreis der Stadt München bekommen, der zum ersten Mal ausgelobt worden war.
„Das war längst überfällig, dass eine Stadt wie München, die über ein derart exzellentes Gesundheitswesen verfügt, auch einen Gesundheitspreis vergibt“, sagte Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) bei der Preisverleihung in der Alten Akademie. Mit dem Gesundheitspreis sollen Menschen und Projekte ausgezeichnet werden, die sich mit ihrem Engagement in besonderer Weise hervortun.
Das Gorilla-Programm bringt Freestyle-Sport und gesunde Ernährung gepaart mit viel Spaß an die Schulen. Bei Workshops und Events lassen Experten die Jugendlichen sich austoben – etwa am Skateboard, beim Breakdance oder beim Frisbee. Dazu gibt es Hip-Hop-Musik und vielfältiges gesundes Essen. Die Inklusion benachteiligter Schüler und eine Portion Umwelterziehung laufen ganz selbstverständlich mit.
Gorilla erhielt den mit 5000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Kinder- und Jugendgesundheit. In der zweiten Kategorie Gesundheit im Alter wurde das Münchner Projekt THEA mobil ausgezeichnet, das vom Frauen-Therapie-Zentrum, dem Verein Stadtteilarbeit und dem Verein Mutabor gemeinsam betrieben wird. THEA mobil kümmert sich um akut oder chronisch erkrankte Menschen über 60 Jahre, die ihre Wohnung nicht verlassen können und Unterstützung brauchen, um Fähigkeiten des Alltags – etwa Essen, Sich-Bewegen, Waschen – zu fördern, zu erhalten oder wiederzuerlangen. Wenn der Gang in die Praxis schwerfällt oder das häusliche Umfeld in die Therapie einbezogen werden soll, kommen Ergotherapeuten zu den Menschen nach Hause, beraten und behandeln sie dort. Für diesen Ansatz bekam THEA mobil ebenfalls 5000 Euro Preisgeld von der Stadt.
Der Gesundheitspreis soll nun alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Münchner Umweltpreis vergeben werden. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) freut sich, „dass wir so eine große Resonanz hatten“: Obwohl der Preis neu sei, habe es 55 Bewerbungen gegeben. Das zeigt laut Schmid, „welche Innovationskraft im Münchner Gesundheitswesen steckt“. christine Ulrich