Rekord-Bahn

von Redaktion

Leichtathletikanlage seit 40 Jahren zu kurz

Olympiareife Zeiten über die 400-Meter-Strecke haben Schüler auf der ehemaligen Bezirkssportanlage an der Professor-Eichmann-Straße in Untermenzing hingelegt. Was zunächst großes Staunen beim Lehrer auslöste, klärte sich auf kuriose Weise auf: Die Anlage aus den 70er-Jahren hat eine 400-Meter Laufbahn, wie sie für Leichtathletik üblich ist. Doch sie misst nicht die erforderlichen 400 Meter. Kein Wunder also, dass die Schüler schneller ins Ziel fanden, als es ihrer Leistung entsprach.

Einen Wert zwischen 360 und 380 Meter habe die Messung ergeben, berichtete Heike Kainz (CSU) im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing. Nachdem im Gremium die Erheiterung über die Schüler-Anekdote abgeklungen war, hatte die BA-Chefin noch eine gute Nachricht parat: Der SV Untermenzing, der die Anlage im Jahr 2002 übernommen hatte, muss für die ohnehin geplante Erneuerung der Bahn nun weniger bezahlen. Eigentlich wäre der Verein als Träger verpflichtet, zehn Prozent der Bausumme in Höhe von insgesamt 380 000 Euro selbst zu schultern. „Weil der Sportverein mit der zu kurzen Bahn aber eine fehlerhafte Anlage übernommen hatte, will die Stadt den Betrag nun verringern“, kündigte Kainz an.

Doch das ist nicht das Einzige, wovon die Sportler im Viertel künftig profitieren. Im aktuellen Sportbauprogramm ist auch die lang ersehnte gemeinsame Bezirkssportanlage für Moosach und Allach im Gebiet südlich der Ludwigsfelder Straße und der Straße Am Neubruch in der Projektliste enthalten. Die Entscheidung über die nächsten Projekte fällt demnächst im Stadtrat. Bei der Anhörung bekräftigte Kainz noch einmal, wie sehr man in Allach die Anlage begrüße. Auch die Lage zwischen den Bezirken sei positiv, „denn da haben zwei Stadtteile etwas davon“. Andreas Daschner

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