Das Münchner Kindl-Kostüm aus dem Jahr 1915 liegt zusammengelegt in einer flachen Pappschachtel, die Glocke von 1788 aus der Gießerei Hahn steht raumgreifend in einem Regal. Zahlreiche Kronleuchter hängen von der Decke. Über zwei Millionen Sammlungsgegenstände der drei städtischen kulturgeschichtlichen Museen haben Platz gefunden im Museumsdepot der Stadt. Es ist eines der größten in Europa. Seit 2011 ist das „materielle Gedächtnis der Stadt“, das vom Stadtmuseum, der Villa Stuck und dem Jüdischen Museum bewahrt wird, zentral in einem Neubau in Freimann untergebracht. Zuvor gab es drei Standorte. Die neue Schatzkammer ist 10 000 Quadratmeter groß. Doch nach Dafürhalten von CSU-Stadtrat Richard Quaas platzt das Depot schon wieder aus allen Nähten. Der Kulturpolitiker hat daher nun eine Anfrage an die Stadtverwaltung über die aktuelle Kapazitätssituation gestellt. Quaas will wissen, ob das in Reserve neben dem heutigen Bau vorhandene Grundstück noch zur Verfügung stehe. Zudem solle die Verwaltung aufschlüsseln, welches zusätzliche Volumen für die Unterbringung weiterer Sammlungsstücke benötigt werde und welche Kosten eine Erweiterung des Museumsdepots verursachen würde. kv
In der Nacht zu Samstag ist am Unteren Anger ein Peugeot-Oldtimer angezündet worden. Passanten entdeckten das brennende Auto gegen 2.50 Uhr. Der Innenraum stand in Flammen. Die Polizei bekämpfte den Brand mit einem Feuerlöscher. Die Feuerwehr löschte die Flammen schließlich ganz. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Einen politischen Hintergrund schließen die Ermittler aber aus. Der Schaden wird mit rund 8000 Euro beziffert. Der Halter des Peugeot 305 ist ein Mann aus dem Landkreis Straubing.
In der Sudetendeutschestraße ist es am Freitagabend gegen 19.30 Uhr zu einem Unfall mit sechs Autos gekommen. Der Fahrer eines BMW war zu schnell unterwegs und fuhr an einer roten Ampel in das Heck eines Jeeps. Durch den Zusammenstoß drehte sich der BMW und beschädigte einen Opel. In der Folge wurden zusätzlich ein Ford, ein VW und ein weiterer Opel beschädigt. Der Schaden beträgt 30 000 Euro. Niemand wurde verletzt. joh