Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) lehnt den vom Bezirksausschuss Sendling-Westpark geforderten Ausbau der Buslinien 51 und 151 im Südwesten der Stadt ab. Die CSU-Fraktion hatte gefordert, den Takt auf der Metrobus-Linie 51 (Aidenbachstraße – Moosach) und des Stadtbusses 151 (Westfriedhof – Parkstadt Solln) zu erhöhen und sechs Haltestellen an der Fürstenrieder Straße barrierefrei auszubauen.
Eine kürzere Taktung der Busse hält die MVG nicht für notwendig. Der Bedarf sei zu Stoßzeiten durch einen gemeinsamen Fünf-Minuten-Takt und den Einsatz großer Buszüge gedeckt. Auch den barrierefreien Umbau der Haltestellen lehnt die MVG ab. Die geplante Tram-Westtangente werde möglicherweise die Buslinien auf dieser Strecke ersetzen. CSU-Fraktionssprecher Alfred Nagel befürchtet nun, dass man die nächsten 15 Jahre, bis die neue Trambahnstrecke fertig ist, nicht barrierefrei fahren könne. „Den Bus kann ich barrierefrei ausrichten, die Tram nicht“, klagte er in der jüngsten BA-Sitzung.
Stefanie Krammer (SPD) erwiderte mit einem Hinweis der MVG, wonach schon jetzt hauptsächlich behindertengerechte Niederflurtrambahnen eingesetzt würden. Mehr als 90 Prozent der Tram-Haltestellen seien barrierefrei. cse