Sechs betrunkene Wiesngänger haben am Montagabend einen Taxifahrer aus Sri Lanka verprügelt und mit fremdenfeindlichen Parolen beschimpft, weil er sie nicht mitnehmen wollte. Fünf der Schläger kommen ausgerechnet aus Thailand. Darunter war auch eine 55-jährige Frau, die den Taxler mit ihrem Stöckelschuh malträtierte. Anführer der Gruppe war ein 56-Jähriger aus dem Landkreis München. Er beschimpfte den Fahrer mehrmals lautstark mit den Worten „Scheiß Ausländer“ und skandierte unter anderem „Ausländer raus“. Bilanz: zwei leicht Verletzte. Alle Beteiligten mussten bei der Polizei eine Sicherheitsleistung von insgesamt über 5000 Euro zahlen. joh
Armutszuwanderer, die keinen Anspruch auf eine Wohnung in München haben, können im Winter im städtischen Kälteschutz übernachten. Von Mai bis Oktober hingegen kampieren viele beispielsweise in Parks oder an der Isar. Nach dem Antrag der Rathaus-SPD fordert nun auch die Rathaus-CSU, diesen besonders Bedürftigen künftig auch im Sommer eine kostengünstige oder -freie Unterbringung analog zum Kälteschutz anzubieten. Das Sozialreferat soll nun Möglichkeiten und Kosten prüfen. Denn im Sommer nächtigten die Wohnungslosen laut Antrag oft an den Straßen oder Parks. Dieses sei gefährlich gerade für Frauen – oft mit Kindern – und problematisch. Die Unterkunft in den aktuellen Einrichtungen des Kälteschutzes würde helfen, die größte Not zu lindern. weg
Aufgrund eines defekten Aufzugs müssen Rollstuhlfahrer im Deutschen Museum derzeit mit Beeinträchtigungen leben. „Der barrierefreie Zugang zu den Stockwerken 1 bis 6 ist leider nicht möglich“, erklärt Sprecher Gerrit Faust. Ebene 0 kann ohne Probleme besichtigt werden. Betroffen ist der extra-große Aufzug für Elektro- und Sport-Rollstühle. Laut Faust gibt es „pro Woche maximal ein oder zwei Besucher, die einen solchen Rollstuhl verwenden. Mit normalen Rollstühlen können Besucher die anderen Aufzüge benutzen.“ Repariert werden soll der Aufzug in der übernächsten Woche. „Da es sich um einen alten Aufzug handelt, hat es etwas gedauert, bis die Ersatzteile besorgt werden konnten“, schildert Faust. Bis der Aufzug wieder funktioniert, erhalten alle Rollstuhlfahrer inklusive Begleitperson freien Eintritt. tog