Neuhausen wehrt sich gegen Pegida-Aufmarsch

von Redaktion

Polizei geht von rund 400 Gegendemonstranten aus – der Protest verläuft friedlich

„Mut zur Menschlichkeit“ stand auf einem der vielen Plakate gegen die Pegida-Kundgebung in Neuhausen. Am Rotkreuzplatz waren am Samstagnachmittag etwa 45 islamfeindliche Demonstranten aufmarschiert. Ihnen stellten sich 400 Neuhauser entgegen, unterstützt vom Verein „München ist bunt“. Sie lieferten ein lautes Trillerpfeifenkonzert. Motto: Neuhausen pfeift auf Rassismus und rechte Hetze.

Die Polizei musste nur ein Mal als Block zwischen den beiden Gruppen einschreiten. Sonst aber sei alles friedlich verlaufen, hieß es aus dem Präsidium. Genau das macht Micky Wenngatz (SPD) stolz. Die Chefin von „München ist bunt“ sagt: „Ein friedlicher und gewaltloser Protest – das ist bezeichnend für München.“ Auch sie selbst war vor Ort und geht von 700 Gegendemonstranten aus.

Daneben gab es am Samstag in München weitere, meist friedliche Protestmärsche, etwa von Abtreibungsbefürwortern und -gegnern sowie Kritikern der türkischen Kurdenpolitik. Insgesamt waren gut 300 Polizeibeamte im Einsatz.  mm

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