Hallenser Fan bricht Polizist die Nase

von Redaktion

Während der Drittliga-Partie des TSV 1860 München sorgen einige der 1700 Gästefans für Unruhe

Ähnlich hitzig wie während der 90 Minuten der Fußball-Drittliga-Partie zwischen dem TSV 1860 München und dem Halleschen FC (1:1) ging es am Samstag auch in der Innenstadt, in den Zügen und auf den Rängen des Grünwalder Stadions zu. 1700 Anhänger der Gäste kamen nach München und sorgten stellenweise für Probleme. Ein Polizist wurde verletzt.

Gerade bei Fußballspielen gegen Mannschaften aus dem Osten Deutschlands reisen viele Gästefans mit Sonderzügen in die Landeshauptstadt. So auch am Samstagmittag: Am Hauptbahnhof herrschte großes Gedränge. Um eine kontrollierte Abwanderung in Richtung der U-Bahn-Bahnsteige zu ermöglichen, drängten Beamte einige Fans zurück. Dabei schlug ein Unbekannter einem Polizisten ins Gesicht und brach ihm die Nase. Der Beamte war nicht mehr dienstfähig.

Auch auf dem Weg zum Stadion war die Polizei gefordert. Es kam zu ähnlichen Szenen, Verletzte gab es dort aber nicht. Die Fanlager beider Mannschaften wurden vorsorglich getrennt. Dafür war die Situation während des Spiels umso angespannter. Eine Hundertschaft der Polizei stürmte den Gästeblock, weil Fans mit Flaschen und Bechern warfen. Auch Hitlergrüße wurden gezeigt. Vier Personen wurden festgenommen.

Nach dem Spiel entleerten einige Hallenser Anhänger drei Feuerlöscher in den eingesetzten Sonder-U-Bahnen. Auch der Nothalt wurde gezogen, was sich durch Verzögerungen auf den regulären Bahnbetrieb auswirkte.  joh

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