Das ist der neue Nockherberg-Fastenprediger

von Redaktion

Maxi Schafroth ist auf einem Bauernhof in einem Ortsteil von Ottobeuren im Allgäu aufgewachsen. „Ich bin zwar im Vergleich zu meinen Vorrednern noch zarten Alters. Aber als Allgäuer Landwirtssohn ist man früh gefordert: mit sieben Jahren musste ich zehn Hektar Mähen, 60 Rinder von Hand melken und abends am Stammtisch mitdiskutieren. Das prägt“, so der Kabarettist. Nach dem Schulabschluss begann Schafroth eine Banklehre, was ihn, wie er sagt, „direkt ins Kabarett geführt hat“. Schon während seiner Zeit bei der Bank parodierte Schafroth Kollegen und Vorgesetzte und sorgte damit für Lacher. Sogar sein Chef habe ihn mal aufgefordert, ihn doch nachzumachen, erzählte Schafroth bei seiner Vorstellung am Nockherberg. Doch je detaillierter es wurde, desto weniger lustig habe der Vorgesetzte die Parodie gefunden. 2007 trat Schafroth im Vereinsheim München auf – danach folgten viele Auftritte und Preise. Unter anderem zeichnete Paulaner ihn mit dem Nachwuchskabarettpreis „Paulaner Solo“ aus. Auch am Nockherberg ist Schafroth ein alter Bekannter. Dreimal wirkte er im Singspiel in unterschiedlichen Rollen mit. 2014 und 2015 als Regisseur und Conchita Wurst und 2016 als „Über-Ich“ in Seehofers Gehirn. Schafroth ist auch als Schauspieler bekannt: Sein Kinodebüt gab er 2011 in Marcus H. Rosenmüllers „Sommer der Gaukler“. 2017 hielt Schafroth vor den großen Wiesn-Wirten die Rede bei der Vorstellung des offiziellen Oktoberfestkrugs. Schafroth spielte gewitzt mit dem Kontrast zwischen seiner ländlichen Heimat, dem Allgäu, und der großen Stadt, München. Vielleicht auch ein Ansatz am Nockherberg. wei

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