Tram und Busse sollen’s richten

von Redaktion

Der neue Fahrplan ist in Kraft. Ab heute gibt es unter anderem eine neue Tramhaltestelle, neue Züge, eine weitere Expressbuslinie und Taktverdichtungen. Verbesserungen scheinen dringend geboten, denn die Verwaltung prognostiziert offenbar ab 2030 eine durchgängige Rushhour.

VON SASCHA KAROWSKI

Die Stadt wächst. Das Planungsreferat geht, wie berichtet, davon aus, dass bis 2035 etwa 300 000 Menschen mehr in München leben werden. Die Verwaltung rechnet aber bereits 2030 mit einem Zusammenbruch des Straßennetzes. Laut Süddeutscher Zeitung werde es in München dann keine Rushhour mehr in den Morgenstunden und am Abend geben. Stattdessen herrsche eine Dauer-Hauptverkehrszeit zwischen 6 und 21 Uhr: 100 Prozent Straßenauslastung ganztägig, lediglich in den Mittagsstunden könnte noch ein kleines bisschen Platz sein. Was helfen soll, ist der Ausbau des ÖPNV, insbesondere des Busnetzes. Denn neue Buslinien benötigen, anders als Tram- oder U-Bahnen, zumeist keine langen Bauzeiten. Der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ist das bewusst, mit dem neuen Fahrplan sorgt sie für Verbesserungen im ÖPNV. Am Schwabinger Tor ist gestern die neue Tramhaltestelle eingeweiht worden. Es ist die erste Haltestelle, die ein privater Investor gebaut hat, das Quartiersmanagement der Grundstücksbesitzer. MVG-Infrastrukturchef Arne Petersen sagte: „Es ist der letzte Baustein für die Tram 23 zum Frankfurter Ring und die 174. Haltestelle im Netz.“ Außerdem gehen nun die ersten neun der 22 neuen Avenio-Trambahnen in Betrieb. Interessierte waren gestern zu Probefahrten eingeladen (siehe unten). Ferner gibt es mit dem X50 einen neuen Expressbus im Münchner Norden, die Busse 139 und 164 sind künftig öfter im Einsatz. Die Linie 185 wird abends länger bedient, und auf der Linie 178 kommen größere Gelenkbusse zum Einsatz. Ab Frühjahr soll darüber hinaus der neue Expressbus X80 zwischen Moosach und Puchheim Bahnhof pendeln. Zudem werden die Linien 56 und 172 verdichtet, der Bus 153 kommt auch samstags zum Einsatz. Und im Münchner Westen wird die neue Linie 157 etabliert.

Bei der U-Bahn setzt die MVG auf Taktverdichtungen. Die U3 fährt nun auch an Ferien-Freitagen im Fünf-Minuten-Takt zwischen 12.45 bis 19.30 Uhr vom Olympiazentrum nach Fürstenried West. Auch die U4 fährt in der Hauptverkehrszeit alle fünf Minuten, die U5 wochentags ab 12.45 Uhr ebenfalls. Zudem gilt bei der U6 der Fahrplan nun auch an Schul- und Feiertagen. Die U7 wird ferner zu den großen Messen eingesetzt. Und die U8 verkehrt nun auch samstags bis Neuperlach Zentrum.

Mit dem Fahrplanwechsel fahren die Tramlinien 15 und 25 samstags im Fünf-Minuten-Takt, die 19er ab sofort dauerhaft bis nach Berg am Laim. Die N20 fährt am Stachus sechs Minuten früher als bisher. Die Verlängerung der Tram 21 bleibt bestehen. Die Tramlinie 22 verkehrt weiter zwischen Lothstraße und Karlsplatz.

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