Eine Rangliste der beliebtesten Kindernamen gibt es schon lange. Eine für Hunde, die für viele Besitzer einem Kind gleichkommen, hat nun die Tierschutzorganisation Tasso veröffentlicht. Die Gewinner: Demzufolge ist „Rocky“ der gefragteste Hundename für Rüden in München. Bundesweit haben „Max“ mit 40 382 Einträgen für Rüden und „Luna“ mit 66 762 Einträgen für Weibchen die Schnauze vorn.
Interessant: Während vor 15 Jahren noch Bello und Rex in Führung lagen, trägt die Mehrheit der Hunde heute Namen, die man auch Menschen häufig gibt. Ein Grund hierfür laut Soziologen: Hunde werden immer mehr als richtige Familienangehörige angesehen.
Einen Hinweis auf den neuen Trend gibt auch eine spontane Stichprobe im Englischen Garten. „Elliot“ ist sechs Monate jung und trägt seinen Namen wegen des Disney-Klassikers „Elliot, das Schmunzelmonster“, der von einem putzigen Drachen handelt. Besitzerin Sophie Heigel (22) lacht: „Wir haben als Kinder immer die Elliot-Schallplatte bei der Oma gehört.“ Sein offiziell eingetragener Name ist übrigens „Drache Elliot“. Heigel: „Wir brauchten einen Namen mit ,D‘, weil er in einem D-Wurf war.“ Heigel reist gerne und hat mit Elliot ein Stückchen Heimat immer bei sich.
„Charly“ (4) wiederum ist nach dem Vater seiner Besitzerin Nina Richter (42) benannt – als liebevolle Erinnerung. Die Designerin erklärt: „Ich habe Charly aus Ibiza adoptiert – ich habe mich einfach verliebt.“ Und was halten die Frauchen von „Rocky“, dem offiziellen Namensfavoriten? Richter findet ihn „cool, aber er muss zum Charakter des Hundes passen“. Und Heigel sagt: „Nichts für mich, der hat so einen Halbstarken-Beigeschmack.“ Ann-Kathrin Ulbricht