Seit zehn Jahren warten die Pasinger darauf, dass die Stadt Pläne zur Neugestaltung der Nordseite des Pasinger Bahnhofs auf den Tisch legt. Es ist „ein Trauerspiel“, sagt der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing (BA 21) zu dem fragwürdigen Jubiläum.
Vorschläge gäbe es genug, sagt CSU-Fraktionssprecher und Stadtrat Frieder Vogelsgesang. Seit 2008 seien am Runden Tisch sowie in mehreren Bürgerworkshops zahlreiche Anregungen für die Neuplanung der Nordseite des Bahnhofs sowie des angrenzenden Wensauer Platzes zusammengetragen worden. Auch verkehrliche Gutachten und Erhebungsdaten seien inzwischen ausgewertet. Alle Fraktionen im BA hätten längst Forderkataloge aufgestellt, wie der Verkehr dort neu geregelt werden könnte. „Wir brauchen endlich eine Entscheidungsgrundlage“, sagt Vogelsgesang zu einem Antrag seiner Fraktion im BA, der einstimmig angenommen wurde und die Verwaltung auffordert, endlich aktiv zu werden.
Mit der schrittweisen Fertigstellung des neuen Wohnquartiers an der Paul-Gerhardt-Allee werde der nördliche Bereich deutlich mehr in Anspruch genommen, so der CSU-Stadtrat. Umso wichtiger sei eine „zeitnahe tragfähige Strukturierung des Gebiets hinsichtlich verkehrlicher Erschließung“. Dabei sollten die Planer auch das auslaufende Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren Pasing“ im Blick haben. Im Juni 2012 sei Pasing als Sanierungsgebiet festgelegt worden. Dazu zähle auch die Nordseite des Bahnhofs, die „als zentrale Verkehrsdrehscheibe“ aufgewertet werde solle, beantragte Vogelsgesang auch im Stadtrat. MONIKA WEHRL-HERR