Der Schilcherweg in Harlaching hatte zuletzt eher als möglicher Standort für Flüchtlingsunterkünfte, später für einen Kindergartenneubau lokal für Wirbel gesorgt. In der jüngsten Sitzung des örtlichen Bezirksausschusses (BA) Untergiesing-Harlaching war die kleine Trasse westlich der Geiselgas-teigstraße und nahe des Isarhochufers im südlichen Harlaching wieder auf der Tagesordnung. Dieses Mal ging es allerdings um Sorgen wegen der verkehrlichen Sicherheit.
Denn viele Kinder wohnen dort mit ihren Familien. Doch der Weg zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und der gleichnamigen Tram-Haltestelle scheint vielen nicht sicher. Ein Bürger und Familienvater meldete sich im BA besorgt zu Wort: „Das Überqueren der Geiselgasteigstraße ist hier sehr gefahrvoll.“ Grund aus seiner Sicht: Die nur rund 50 Meter entfernt gelegene Stadtgrenze rege viele Autofahrer zu Raserei und gewagten Überholmanövern an. „Das gelbe Stadtschild wirkt hier wohl inspirierend“, befand ein anderer. Auch in der Gegenrichtung stadtauswärts werde nach dem Passieren des Ortsschildes in Richtung Süden „gleich wieder richtig auf die Tube gedrückt“. Viele würden weit schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer fahren. Dadurch sei auch der Übergang unsicher. Die Stadt möge darum nachbessern.
Den BA hatten die Bürger schnell mit im Boot. Das Stadtteilgremium zeigte Verständnis für die Ängste. Man einigte sich im Gremium auf einen Prüfantrag an das Kreisverwaltungsreferat, wie die Situation vor Ort verbessert werden könnte. Eine Ampel will man dagegen nicht errichten lassen. „Da landen wir nur auf der endlosen Warteliste“, so der Tenor. HARALD HETTICH