IN KÜRZE

Giftnotruf: 37 000 suchen Hilfe

von Redaktion

Ausgerechnet am Valentinstag hat sich ein unbekannter Täter bei einer 85-Jährigen aus Obermenzing als deren Schwiegersohn ausgegeben und mit einer Mitleidsnummer Schmuck und Goldmünzen im Wert von über 50 000 Euro abgezockt. Die Witwe erhielt gegen 16.15 Uhr einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung war angeblich der Schwiegersohn, der gerade einen Autounfall hatte. Um den Schaden noch vor Ort begleichen zu können, bat er die Rentnerin um 34 000 Euro. Die betagte Dame erklärte, sie habe nicht so viel Geld, dafür aber Schmuck und Goldmünzen. Der Mann sagte, seine Sekretärin werde die Wertsachen abholen. Wenig später klingelte eine Unbekannte an der Tür der 85-Jährigen und holte Schmuck und Gold ab. Erst als die Seniorin den richtigen Schwiegersohn anrief, flog der Schwindel auf.  joh

Beim Giftnotruf München (089 /19 24 0) klingelt immer häufiger das Telefon. „Im vergangenen Jahr hatten wir etwa 37 000 Anrufe“, sagt Florian Eyer von der Toxikologischen Abteilung des Klinikums. Ein Drittel der Vergifteten sind Kinder. Häufig kämen sie mit Medikamenten oder Putzmitteln in Berührung.  ska

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