Die Stadt startet im Frühjahr eine neue Offensive, um Tüten aus Plastik aus dem Biomüll zu verbannen. Das Problem: Auch die Tüten, die aus „biologisch abbaubaren Kunststoffen“ bestehen, können in den Kompostieranlagen nicht weiterverarbeitet werden. Dabei gibt es im Handel eine sinnvolle Alternative: Papiertüten. Im Frühjahr wird die Stadt deshalb an 630 000 Münchner Haushalte je drei Musterpapierbeutel aus unbeschichtetem Recyclingpapier verteilen – zusammen mit einer Infobroschüre. Die Grünen im Rathaus hatten in einem Antrag gefordert, die Stadt solle solche Tüten generell kostenfrei verteilen. Dafür sie Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) allerdings keinen Anlass. „Da die geeigneten Papiertüten regulär im Handel erhältlich sind, hält es der AWM nicht für erforderlich, in dieses Geschäftsfeld einzusteigen“, so Frank. Ein flächendeckende Verteilung würde zudem jährlich rund fünf Millionen Euro kosten. mk
Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat in der Nacht auf Donnerstag eine Spielothek in Mittersendling überfallen. Gegen 3.30 Uhr wollte eine Angestellte die Spielothek am Luise-Kiesselbach-Platz zusperren. Der mit einem grün-blau karierten Schal Vermummte drängte die 56-Jährige in die Geschäftsräume zurück, stieß sie zu Boden und zerrte sie Richtung Kassentresen. Er entnahm einen Kasseneinsatz und flüchtete mit mehreren Tausend Euro. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Nummer 089/29 10-0. weg
Freiflächen auf den städtischen Friedhöfen sollen naturnah umgestaltet werden, zum Beispiel mit Wildblumenwiesen. Das fordert die SPD-Stadtratsfraktion in einem Antrag. Zur Begründung heißt es, die Stadt könne damit „einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“ leisten. Zudem seien Blumenwiesen nicht nur für Insekten wertvolle Biotope, sondern „auch für uns eine Augenweide“. sc