Schwabinger wollen Radweg durchs Kreativquartier

von Redaktion

Neue Route würde Maxvorstadt mit Olympiapark verbinden – Stadt hat anderen Plan für Heßstraße

Eine mögliche neue Radlroute zwischen Olympiapark und der Maxvorstadt beschäftigt derzeit die Schwabinger: Die Heßstraße führt direkt durch das Kreativquartier im Karree zwischen Infanterie-, Loth-, Dachauer- und Schwere-Reiter-Straße hindurch, ist aber für den Kraftverkehr gesperrt. Simon Herzog, Mobilitäts-Experte vom Gründerzentrum der TU München, regt an, die Heßstraße zur Radlroute zu machen. Vom Bezirksausschuss Schwabing (BA) bekam er für seine Idee jetzt großes Lob. Stefanie Netter (Grüne): „Radeln ist viel angenehmer, wenn man nicht dauernd an einer Ampel halten muss.“

Konkret schlägt Herzog einen Radweg von mindestens 4,5 Meter Breite und eine Rad- und Fußgängerbrücke von der Heßstraße über die Schwere-Reiter-Straße vor. Hier beginnt der Olympiapark, und Radler könnten auf diesem Weg angenehm von der Maxvorstadt bis dorthin gelangen.

Das Konzept hat Herzog bereits 2017 vorgestellt. Die CSU-Stadtratsfraktion griff es damals prompt auf und formulierte in einem Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD): „Die bisherigen Routen für den Radverkehr entlang der Dachauer Straße bzw. entlang der Infanteriestraße sind aufgrund vieler Ampeln, Kreuzungen und unsicherer Radwege unattraktiv, aber dennoch stark belastet.“ Passiert ist seitdem aber nichts.

Momentan ist geplant, dass die Heßstraße im Kreativquartier-Abschnitt wieder für den Autoverkehr geöffnet wird. Die Stadt sollte das „noch einmal überdenken“, fordern Westschwabings Lokalpolitiker nun und stellen sich vor, dass die Kreativquartier-Radlroute mit Bänken und Bäumen zur „Naherholungszone“ werden könnte. Die angrenzenden Bezirksausschüsse von der Maxvorstadt und Neuhausen-Nymphenburg haben vergleichbare Anträge beschlossen.  frs

Artikel 8 von 11