So machen es andere Städte

von Redaktion

Wann immer es um günstige Mieten geht, schaut München neidisch auf Wien. Die österreichische Hauptstadt pflegt seit rund 100 Jahren die Tradition des Gemeindebaus. Selbst wenn private Bauträger bauen wollen,müssen sie in ihren Anlagen zwei Drittel geförderte Wohnungen schaffen – und die dürfen dann maximal fünf Euro Miete pro Quadratmeter kosten. Die Stadt selber ist Eigentümerin vieler Wohnungen! In Summe besitzt und verwaltet die Kommune 400 000 Wohnungen. Damit gehört sie zu den größten Immobilienunternehmern weltweit. Das alles hat seinen Preis. Wien gibt jährlich rund 650 Millionen Euro für Kauf, Bau, Sanierung und Verwaltung von Immobilien aus.

Einen anderen Weg geht man in Freiburg. Dort vergibt die Stadt ihre eigenen Baugrundstücke zu je einem Drittel an ihre kommunale Wohnungsbaugesellschaft, an eigentumsorientierte Baugruppen und an Investoren. Kurioserweise bauen ausgerechnet diese „Investoren“ häufig am günstigsten. Denn bei der Vergabe zählt nicht der höchste Preis, viel mehr kommt es auf soziale Kriterien an. So kommen Bauherren zum Zuge, die eine lange Sozialbindung und niedrige Mieten unterhalb des Mietspiegels versprechen.  mk

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