Hitziges Spitzenspiel

von Redaktion

Rund um die Allianz Arena ging’s hoch her

400 Einsatzkräfte der Polizei standen am Samstag bereit, um das als Hochrisikospiel eingestufte Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund zu begleiten. Für die Beamten gab es dabei einiges zu tun. Neben den üblichen Vergehen wie Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung und Drogendelikten kam es auch zu einer Masskrugschlägerei, einer versuchten Gefangenenbefreiung und zum Schusswaffengebrauch.

Bereits vor dem Spiel hat ein Bayern-Fan einem Österreicher im Biergarten am Viktualienmarkt bei einem Streit einen Masskrug auf den Kopf geschlagen. Der Österreicher musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, der Schläger ergriff die Flucht.

Ebenfalls bereits am Nachmittag gab es Ärger am Hauptbahnhof. Hier hat ein psychisch auffälliger 29-jähriger Rumäne, der wohl kein Fußballfan war, versucht, eine Absperrung aus Polizisten für einen Fußball-Sonderzug zu durchbrechen. Die Bundespolizisten mussten ihn mit Gewalt zu Boden bringen und fesseln.

Dass nicht nur der Sport verbindet, sondern manchmal auch ein gemeinsamer Gegner, stellten Münchner und Dortmunder Schlachtenbummler nach dem Spiel unter beweis. Als Beamte einen Bayernfan abführen wollten, der mit einem Joint erwischt wurde, solidarisierten sich Dortmund-Anhänger mit ihm und versuchten ihn zu befreien. Schließlich wurden auch sie festgenommen.

Schrecksekunde nach dem Spiel: Im Parkhaus der Allianz Arena hat ein unbekannter Mann mit einer Schreckschusspistole auf einen Passanten geschossen. Dann floh der Schütze überstürzt mit dem Auto aus dem Parkhaus. NINA BAUTZ

Artikel 5 von 10