Die Zahlen belegen eine klare Trendwende. So gab es von 2002 bis 2016 einen stetigen Anstieg privater Diesel-Pkw von 68 372 auf 163 726. Ende 2018 waren es nur noch rund 156 000. Zugleich wuchs die Zahl der Benziner von 2016 bis 2018 von 344 709 auf 358 206. Noch eklatanter ist die Trendwende bei den Firmen-Pkw. Von 2016 auf 2018 nahm die Anzahl der Firmen-Pkw, die Dieseltreibstoff tanken, von 128 000 auf 108 000 ab. Gleichzeitig stieg die Zahl der Benziner von 53 000 auf 73 000 bei geschäftlichen Fahrzeugen.
Zwei Drittel der privaten Diesel-Pkw verfügen über eine Euro-5- oder Euro-6-Norm. Bei den Benzinern sind dies nicht einmal die Hälfte. Mit einem Anteil von 52,2 Prozent ist die schwedische Automarke Volvo übrigens Spitzenreiter bei der Dieselfahrzeug-Quote. Danach folgen die bayerischen Autobauer Audi (43,6 Prozent) und BMW (40,3 Prozent).
Uneingeschränkte Nummer eins bei den alternativen Motorarten ist der japanische Konzern Toyota – vor allem aufgrund seiner Hybridmodelle. 17,0 Prozent der Privat-Pkw sind mit diesem oder einem Elektro- respektive Gasantrieb unterwegs. Bei den Firmenwagen von Toyota sind es sogar exakt die Hälfte der Fahrzeuge.
Der Anteil alternativer Motorarten nimmt zwar Jahr für Jahr kontinuierlich zu. Dennoch ist die Quote insbesondere bei den Privat-Pkw mit 1,75 Prozent nach wie vor verschwindend gering. In absoluten Zahlen sind es 9195 von insgesamt 523 472 Münchner Privatautos. Allerdings: Im Vorjahr gab es erstmals bei den alternativen Motorarten einen spürbaren Aufwind. So stieg die Gesamtzahl der Privat-Pkw in München von 2017 auf 2018 nur um 4400, die Zahl der sonstigen Motorarten dabei aber um 1733 von 7462 auf 9195. Bei den Firmen-Pkw ist ein noch größerer Anstieg bei alternativen Antrieben zu verzeichnen – von 4237 Fahrzeugen im Jahr 2016 auf 8747 bis Ende 2018.
Übrigens: Von dem milliardenschweren „Sofortprogramm Saubere Luft“ gegen Diesel-Abgase, das die Bundesregierung im Jahr 2017 aufgelegt hatte, wurden bisher nur 15,6 Millionen Euro abgerufen. Allerdings seien 748,2 Millionen Euro an Fördermitteln bereits gebunden, also für Projekte verplant, teilte das Verkehrsministerium auf Anfrage der Grünen mit. Abrufen dürfen etwa Kommunen die Fördergelder erst, wenn sie ein Projekt abgeschlossen und die Rechnung vorgelegt haben.