Lichter der Gemeinschaft

von Redaktion

Das Wochenende am Kulturstrand: Ein Hauch von Sommer und ein Zeichen für Europa

VON SARAH BRENNER UND ANNA HEISE

Sommer, Sonne, gute Laune – am 10. Mai ist der Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen in die vorerst letzte Runde gestartet. Klar, dass sich die Veranstalter dafür ein ganz besonderes Programm einfallen ließen. Es gibt Cocktails, Konzerte und Kunst-Aktionen – das kommt an! Am Wochenende passte nun endlich auch das Wetter. Rund 500 Münchner kamen, um den Kulturstrand zu erhellen. Ganz nach dem Motto „Glänzen statt ausgrenzen“.

„Wir sind überwältigt, dass so viele Menschen mitgemacht haben“, schwärmt Benjamin David, Urbanaut und Kulturstrand-Organisator. „Und das, obwohl wir die Veranstaltung wegen des schlechten Wetters um ein paar Tage verschieben mussten.“ Bereits die Ankündigung im Internet habe mehrere Tausend Likes geerntet. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, so David.

Als die Sonne am Samstag hinter dem Horizont verschwunden war, ging es los. Unter der Anleitung des Lichtkünstlers Ulrich Tausend zückten die Anwesenden ihre Handys, um damit Hunderte Plastikfolien zum Funkeln zu bringen. Mal in Blau, mal in Gold – den Farben Europas. Die Bilder, die dabei entstanden, sollen die Menschen wachrütteln und sie, so David, „an das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl erinnern“.

Das Thema Gemeinschaft liegt Benjamin David ohnehin sehr am Herzen. Vor genau 15 Jahren rief der Familienvater den Kulturstrand ins Leben, um Münchnern und Touristen einen Ort zu geben, an dem sie sich austauschen können. Ob die Veranstaltung nächstes Jahr noch einmal stattfindet, ist unklar. Schließlich soll die Ludwigsbrücke saniert werden.

Elda Bencici hat das Traumwetter am Wochenende genutzt, um die Füße in den Sand zu stecken. Die 28-Jährige kommt ursprünglich aus Italien und liebt das Meer und den Strand. Auch ihr Freund Mirko ist begeistert von München. Vor allem, weil es in Mailand „im Moment noch viel kälter ist“.

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