Manchmal sitzen, manchmal stehen sie – die Stelle ist aber immer dieselbe: Personal in gelben Warnwesten bewacht ein großes Metalltor im Geschoss zwischen der U- und S-Bahn-Station am Stachus. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine aus Frankreich herübergeschwappte Protestaktion, ist eine Brandschutzmaßnahme. Die braune Metalltür hat einen technischen Mangel.
„Der gesamte Bereich wird durch ein Rauchdetektionssystem vollflächig überwacht, sodass etwa bei einer Verrauchung eine unverzügliche Alarmierung aller Sicherheitskräfte sichergestellt ist“, erklärt Matthias Korte, der Pressesprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft. Wenn das System einen Alarm losschickt, schließen sich eigentlich die Brandschutztore automatisch. Diese Funktion ist bei der Brandschutztür am Stachus defekt. Und deshalb steht dort seit mehreren Wochen ein Sicherheitsdienst. „Er kann das Tor im Bedarfsfall sofort schließen, noch bevor unsere Mitarbeiter oder die Feuerwehr vor Ort sind“, erklärt Korte weiter.
Laut Pressesprecher soll diese Woche der technische Mangel behoben werden, sodass auch der Sicherheitsdienst wieder abgezogen werden kann. Auch die Politik ist mittlerweile auf das Problem aufmerksam geworden: Stadträtin Alexandra Gaßmann (CSU) hat eine Anfrage zum Zwischengeschoss gestellt. Sie fragt unter anderem, weshalb die rasche Behebung sich verzögert und wie viel die Interimslösung kostet. STÉPHANIE MERCIER