Türkische Hochzeit: Autokorso ufert aus

von Redaktion

Qualm durchdrehender Reifen löst Rauchmelder im Petueltunnel aus

Wenn türkische Hochzeitsgäste feiern, dann drehen sie zuweilen richtig auf. Am Sonntagnachmittag hat die Münchner Polizei einen Autokorso gestoppt, der auszuufern drohte. Schon zuvor waren Beamten die insgesamt 34 Fahrzeuge aufgefallen, weil sie hupend, mit quietschenden Reifen und aufheulenden Motoren durch die Innenstadt gefahren waren. Daraufhin begleiteten die Polizisten den Autokorso vorsorglich durch die Straßen. Gegen 16.40 Uhr war dann Schluss mit lustig: Da ließen die feierwütigen Gäste die Reifen im Petueltunnel nämlich derart durchdrehen, dass der Qualm den Rauchmelder auslöste. Kurz danach sperrte der Korso auch noch die gesamte Zufahrt zum Platz an der Oper. Gleich mehrere Streifenwagen rückten zur Kontrolle und Aufnahme der Personalien an. Die Teilnehmer wurden belehrt, danach überwachten die Einsatzwagen die Abfahrt des Korsos bis zur Autobahn.

Laut Münchner Polizei hat es erst im April Jahres drei ähnliche Einsätze bei türkischen Hochzeiten gegeben. Immer wieder machen ähnliche Fälle Schlagzeilen. Vor einem Jahr an Ostern blockierte eine Hochzeitsgruppe den kompletten Biedersteiner Tunnel und verängstigte Autofahrer. Ein tz-Leser berichtete damals: „Autos liefen im Leerlauf auf Vollgas, Reifen drehten durch – und die Teilnehmer filmten begeistert mit ihren Smartphones, während wir mit unseren zwei Kindern verängstigt im Auto saßen.“ NINA BAUTZ

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