„Isle of Summer“ klingt nach schönem Wetter, guter Musik und ausgelassener Feierstimmung. Die verging den Festival-Besuchern allerdings, als die Gastgeber am Samstagabend „aufgrund von Starkregen und Gewitter“ die Veranstaltung überstürzt beenden mussten.
Begonnen hatte das Electro-Festival regulär um 11 Uhr vormittags auf dem Gelände der Olympia-Reitanlage in Riem. Bei anfänglich sonnigem Wetter feierten die Besucher das 10. Jubiläum des Festivals bei guter Stimmung.
Der Berliner Star-DJ Fritz Kalkbrenner hatte seine Show gerade begonnen, als die angekündigte Gewitterfront mit Blitzen und einem Wolkenbruch über das Festivalgelände fegte. Nun musste es schnell gehen: Die Sicherheitskräfte öffneten die Notausgänge und drängten die Massen der Besucher nachdrücklich nach draußen.
Das Festival war zu Ende, für die S-Bahn fing der Stress erst an: Die Menschenmasse überflutete den S-Bahnhof Riem, einige Personen wurden auf den Gleisen gesichtet – vorübergehend ging auf dieser Strecke nichts mehr.
Dem Ärger über das chaotische Ende des Festivals machten viele Fans auf Facebook Luft: „Ihr wart miserabel auf die Situation vorbereitet. Der Sturm war doch die ganze Woche lang angekündigt“, beschwert sich ein Facebook-User. Sogar Fahrlässigkeit wird dem Veranstalter vorgeworfen: „Ihr hattet so Glück, dass nicht mehr passiert ist!“, schreibt ein Besucher.
Die Veranstalter verteidigten ihr Vorgehen auf Facebook: „Wir mussten die Veranstaltung vorzeitig abbrechen. Eure Sicherheit geht hier natürlich ganz klar vor“, posteten sie. Dieses Ziel zumindest scheinen sie erreicht zu haben: Den Sicherheitskräften wurden keine Verletzungen gemeldet. Wer sich trockengelegt hatte, konnte auf einer der After-Show-Partys in den Clubs Harry Klein, Rote Sonne und Pacha Munich weiterfeiern. S. KÖSTLER