Polizei verfolgt E-Scooter-Fahrer

von Redaktion

Mehrere Betrunkene auf Elektro-Tretrollern

Seit der Zulassung Mitte Juni hat es in Deutschland bereits mehrere E-Scooter-Unfälle gegeben. Auch in München beschäftigen die Elektro-Tretroller die Polizei. Gleich zwei Mal stoppten sie betrunkene Fahrer, einen Mann mussten die Beamten sogar verfolgen.

In der Nacht auf Freitag gegen 0.30 Uhr wollten Beamte auf der Einsteinstraße (Haidhausen) zwei Brüder auf Tretrollern kontrollieren. Während der eine anhielt, wollte der andere flüchten. Der Mann wendete mit seinem Tretroller, gab Gas und wollte den Polizisten im Streifenwagen, der ihm folgte, durch Wendemanöver abschütteln. Der Beamte stellte den Wagen quer und stoppte den Mann. Dabei zeigte sich: Beide hatten ordentlich getrunken. Bei dem Roller-Fahrer, der gleich stoppte, zeigte ein Alco-Test 3,6 Promille, bei seinem Bruder 1,4. Letzterer zeigte laut Polizei zudem „drogentypische Auffälligkeiten“.

Ebenfalls in der Nacht auf Freitag gegen 4 Uhr kontrollierten Beamte in der Müllerstraße (Isarvorstadt) zwei Männer, die verbotenerweise auf nur einem E-Scooter fuhren und stark nach Alkohol rochen. Einer der beiden, ein 20-jähriger Münchner, hatte 1,1 Promille, der 23-Jährige stimmte dem Test nicht zu. Alle vier Männer bekamen Anzeigen. Die Münchner Polizei betont, dass E-Scooter nur von einer Person genutzt werden dürfen, die gleichen Promille-Grenzen wie für Autofahrer gelten und man nichts hinten anhängen darf.

Unterdessen erlitten in anderen Städten wie Berlin bereits E-Scooter-Fahrer Verletzungen. So wurde eine 33-Jährige nach einem Sturz von einem Kleintransporter überrollt und erlitt mehrere Knochenbrüche. Eine Touristin (26) trug in Berlin einen offenen Bruch am Unterschenkel davon, nachdem sie gegen einen Lastwagen gestoßen und gestürzt war. Derweil fordern die Autoclubs ADAC und ACE mehr und breitere Radwege. „Auto- und Radfahrer leiden schon länger unter den vorhandenen Engpässen in der Verkehrsinfrastruktur“, sagte eine ADAC-Sprecherin. „Mit den neuen Verkehrsteilnehmern verstärkt sich das Problem.“

E-Tretroller können immerhin bis zu 20 Kilometer pro Stunde fahren. Fahrer müssen Fahrradwege nutzen oder Straßen, wenn es keine Fahrradwege gibt. Gehwege sind tabu.  weg

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