Beleidigungen, Pöbeleien, Schläge: Die Angriffe auf Polizisten häufen sich – sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Allein am vergangenen Wochenende haben sich vier Fälle von Gewalt gegen Beamte ereignet: So wurden Polizisten der Inspektion 16 in der Goethestraße Opfer von Tritten und Schlägen, als sie einen 41-jährigen Mann aus Eritrea kontrollieren wollten. Drei weitere Eritreer (17, 21, 23) kamen hinzu und wollten dem 41-Jährigen wohl helfen, indem sie die Polizisten attackierten. Nur eine weitere Streife konnte die Situation entschärfen.
Auch ein Ungar (24) aus Rosenheim fügte zwei Polizisten so schwere Verletzungen zu, dass die beiden nicht mehr dienstfähig waren. Der Mann hatte bei einer harmlosen Polizeikontrolle am Hauptbahnhof so fest zugetreten, dass einer der Beamten mit einer Prellung am Brustkorb, der andere mit einer Sprunggelenkverletzung in die Klinik gebracht werden musste. Das Kommissariat 24 ermittelt nun gegen den Mann wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.
Bei einer Fahrscheinkontrolle in der S4 von Geltendorf nach München wurden zwei Mitarbeiter der Bahnsicherheit von einem Deutschen (40) angegriffen. An der Haltestelle Leienfelsstraße wollte der Schwarzfahrer flüchten. Die Mitarbeiter der Bahnsicherheit hielten ihn fest. Es kam zu einem Gerangel, bei dem der 40-Jährige die Bahn-Mitarbeiter mit Tritten und Pfefferspray attackierte.
Und: Wieder mal mussten Polizisten gegen Gaffer vorgehen. Sie behinderten nach Schlägereien zwischen Betrunkenen an den S-Bahnhöfen Untermenzing und Dachau die Beamten, die die Vorfälle protokollierten. Die Schläger waren übrigens zuvor auf dem Dachauer Volksfest gewesen.