Harte Arbeit für die grüne Oase

von Redaktion

Wagenladungen voller Müll – an nur einem Tag. Wenn schönes Wetter an Wochenenden die Massen in den Westpark lockt, haben die Saubermänner viel zu tun. Ein Ortstermin am Sonntag hat gezeigt: Sie schaffen es.

VON NADJA HOFFMANN

Ein Picknick am See, in der Natur neben friedlich quakenden Enten: Wer am Sonntagmorgen in den Westpark gekommen ist, findet sich in einer Idylle wieder. Nichts erinnert an überquellende, stinkende Mülleimer, die noch wenige Stunden zuvor das Bild trübten – Hinterlassenschaften allzu vieler Menschen. Dass darunter etliche sind, die ein wahres Schlachtfeld hinterlassen, macht die Arbeit der von der Stadt beauftragten Putztrupps umso wertvoller.

„Schimpft uns nicht, bevor wir da waren“, sagt Slobodan Samardzija. Sein Arbeitstag beginnt um 6 Uhr. Oft mehr als 50 Säcke voller Müll landen allein in seiner Acht-Stunden-Schicht in den kleinen Transporter, in dem er mit seinem Kollegen Mario Ludwig und Hund Bonnie gut gelaunt durch den Westpark tuckert. „Früher hat man seinen Müll wieder mit nach Hause genommen“, erinnert er sich. Heutzutage interessiere es niemanden, wenn ein Eimer an einem Schönwetter-Tag nun einmal voll ist. Dann landet alles neben den Eimern in der Natur. Vor allem in den Grillbereichen, wie Samardzija weiß.

Die Müllmassen sind immer wieder Thema, auch im Bezirksausschuss Sendling-Westpark. Die aktuelle Lösung der Stadt: Dreimal unter der Woche sowie samstags und sonntags rücken die Mülltrupps mit mehreren Teams aus. „Man sieht einen Unterschied“, sagt Michael R., der seit Langem in der Nachbarschaft wohnt. Der 45-jährige Informatiker kennt den Park und ist sich sicher: „Vor fünf Jahren gab es noch mehr Müll.“

Dass es jetzt schöner ist, findet auch die achtjährige Angie. Sie ist oft mit ihrer Familie im Westpark. Mit dabei: eine große Decke für das perfekte Picknick am See.

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