Richtfest für das Zirkuszelt

von Redaktion

Richtfest der besonderen Art im Kreativquartier am Leonrodplatz! 172 Eisenanker wurden in den Boden gerammt und vier jeweils 16 Meter hohe Masten in den Himmel gehievt. Zeltmeister Michele Rossi hat mit seinen 25 Männern ganze Arbeit geleistet: Das Grundgerüst für das Zelt von Circus Roncalli steht. Ab Samstag heißt es für einen Monat „Manege frei!“.

VON PAULINA OHLING

Zwei Jahre mussten die Münchner seit der bislang letzten Spielzeit warten. Nun werden in den kommenden vier Wochen rund 1500 Besucher im Zirkusrund erwartet, wenn der Traditionszirkus mit seiner „Storyteller“-Tournee Station in der Landeshauptstadt macht.

Damit die Roncalli-Traumwelt entstehen kann, ist noch einiges an Vorarbeit nötig. Das Team um Michele Rossi, den einstigen Jongleur, der seit zehn Jahren dabei ist, fiebert dem Mittwoch entgegen. Dann trifft der 700 Meter lange Roncalli-Sonderzug in München ein: Ein Großteil der 100 Waggons besteht aus historischen, liebevoll restaurierten Zirkuswagen. Der Zug bringt nicht nur die Unterkünfte der Roncalli-Familie mit sich, sondern auch rund 1200 Tonnen an Material.

Bis sich der Vorhang öffnet, müssen zum Beispiel zwölf Kilometer Elektronik, drei Kilometer Wasserleitungen und 1,5 Kilometer Abwasserschläuche verlegt werden. „Außerdem wird eine Lärmschutzwand errichtet“, erklärt Rossi. Sie ist notwendig, weil die bunte Zirkuswelt mitten im Kreativquartier aufgebaut wird und die Kulturtreibenden nicht gestört werden sollen.

Diese Neuerung betrifft die Zuschauer nicht direkt – andere Innovationen können sie in der Manege bestauen. Wie zum Beispiel „Pauline“: Der Automobilroboter wird mit Akrobaten turnen. Auch ein neuer Clown gehört zum Programm: Chisterin ist ein Mexikaner, der unter anderem 18 Instrumente beherrscht. Die Neuheit, die bereits im Vorfeld für viel Aufsehen sorgte, sind die Roncalli-Hologramme, die echte Wildtiere ersetzen, die in der Manege mittlerweile verpönt sind. Die Zuschauer erwarten beeindruckende, riesige Elefanten sowie fünf Meter große Goldfische, die mit modernster Technik als Bilder in die Manege projiziert werden.

Die Vorfreude auf die Premiere am 12. Oktober, zu der zum Beispiel Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch erwartet wird, steigt. Bis zum 12. November gastiert Roncalli am Leonrodplatz. Von Mittwoch bis Freitag öffnet sich der Vorhang um 15.30 und 20 Uhr, samstags um 15 und 20 Uhr sowie sonntags um 14 und 18 Uhr.

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