Der Schmerz ist unermesslich
Jeder tödliche Verkehrsunfall ist vor allem eine unfassbare Tragödie für die Angehörigen. So wie für Gerhard Hirtz, dessen Tochter vor zwei Wochen starb, als ein Lkw sie überfuhr. Hirtz hat schon einmal eine Tochter bei einem Unfall verloren. Mit ihm kamen am Samstag Aktivisten an den Hauptbahnhof. Sie fordern, den Radverkehr in der Stadt sicherer zu machen.
Gerhard Hirtz (73) versucht sich nichts anmerken zu lassen. Der Mann mit der Sonnenbrille und der Kappe steht am Samstagnachmittag mit versteinerter Miene an der Kreuzung des Bahnhofplatzes mit der Bayerstraße und zündet eine Kerze an einem weißen „Geisterrad“ an – einem Mahnmal