57 Euro

von Redaktion

Seit 1998 wohnt Wolfgang Hammer (70) am Regerplatz. Er zahlt 310 Euro für 38 Quadratmeter. Doch seit 1. Juni fordert sein Vermieter 357 Euro. Hammer hat widersprochen, der Vermieter klagt. „Ich zahle laut Mietspiegel jetzt schon zu viel“, sagt der Rentner. Er schimpft: „Von 2011 bis 2014 wurde hier gebaut, überall lag Schutt. Meine Fenster sind von 1956. Ich habe die Wohnung in furchtbarem Zustand übernommen.“ Schon 2016 habe es eine Mieterhöhung gegeben. Der Vermieter-Anwalt sagt: „Ich bin überrascht, dass es wegen so eines Betrags zum Prozess kommt.“ Am Amtsgericht keine Seltenheit. „Ich sehe die Erfolgschancen der Klage nicht sehr gut“, resümiert Richterin Schneider nach 30 Minuten Verhandlung. Der Anwalt des Vermieters sieht das ein – und zieht die Klage zurück.

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