Die Tramgleise waren alt, das Areal reichte nicht mehr für die vielen Fahrgäste: Seit März wird der Romanplatz umgebaut. Jetzt geht’s laut der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in die „heiße Phase“. Sprich: Es wird eng. Ab dem heutigen Montag wird die neue Gleisanlage in Nymphenburg wieder an das Bestandsnetz angeschlossen und die provisorische Wendeschleife der Linien 16 und 17 an der Nibelungenstraße stillgelegt bzw. zurückgebaut. Der Schienenersatzverkehr wird ausgeweitet. Das bedeutet im Einzelnen:
• Tram 12: Die Linie fährt weiterhin nur zwischen Scheidplatz und Neuhausen. Es verkehren Ersatzbusse zwischen Rotkreuzplatz und Romanplatz.
• Tram 16/17: Die Linien fahren aus Richtung Osten kommend nur bis zum Hauptbahnhof. Zwischen Stachus, Hauptbahnhof, Romanplatz und Amalienburgstraße verkehren Ersatzbusse, die ebenfalls die entsprechende Nummer tragen. Die Busse können nicht am Bahnhofsplatz vor dem Hauptbahnhof halten. Sie fahren Richtung Stachus durch die Arnulfstraße und in Richtung Romanplatz durch die Bayerstraße.
• NachtTram N17: Die Nachtlinie fährt nur zwischen Effnerplatz und Stachus. Der Abschnitt Stachus – Romanplatz – Amalienburgstraße wird durch den Ersatzbus N17 bedient.
Bis zum 15. Dezember sollen die Bauarbeiten so weit abgeschlossen sein, dass die Tramlinien 16 und 17 wieder wie geplant fahren können. Deswegen liegen auf dem Platz zwar schon die neuen Weichen und Schienen. Notwendig sind aber unter anderem noch Arbeiten an den Fahrleitungen und Haltestellen. Für die Autofahrer sollen ab Mitte Dezember wieder zwei Spuren je Richtung zur Verfügung stehen. Die MVG warnt aber, dass es bis zur Fertigstellung immer wieder zu Einschränkungen kommen kann.
Bis Herbst 2020 soll der neue Romanplatz dann umgestaltet sein. Dafür werden 1,3 Gleiskilometer verlegt und die Bodenbeläge komplett erneuert. 20 Bäume wurden gefällt, 33 neue werden gepflanzt. Geplant sind fünf Tram- und drei Bushaltestellen. Der Bahnsteig selbst wird etwa 750 Quadratmeter groß. Dazu kommen moderne Unterstände und Wartebereiche für die Fahrgäste mit einer bis zu vier Meter hohen und 80 Meter langen teilverglasten Überdachung (siehe Illustration rechts). In die neue Platzmitte wird ein drittes Gleis gebaut, sodass es in Zukunft genug Platz für längere Trambahnen gibt, um mehr Fahrgäste transportieren zu können. wil