Heute wandert der Merkur an der Sonne vorbei. Zugegebenermaßen zieht dieses Himmelsspektakel in der Regel am Otto-Normal-Sternengucker vorbei. Schließlich ist der Merkur ein Zweihundertstel so groß wie die Sonne und dementsprechend mit bloßem Auge unmöglich zu erspähen. Zudem gilt bei jedem Sonnenspektakel: Ein direkter Blick kann zur Erblindung führen.
Wer also seine Astronomiekenntnisse auffrischen will, sollte lieber ins Deutsche Museum oder in die Bayerische Volkssternwarte gehen. Dort finden Sonderveranstaltungen zum sogenannten Merkurtransit statt. Voraussetzung ist, dass die Wolken der Sonne den Vortritt lassen.
In der Volkssternwarte (Rosenheimer Str. 145h) geht das Programm um 12.15 Uhr mit einer Einführung durch einen Astronomen los. Ab 13.34 Uhr beginnt der Transit. Eintritt: Erwachsene sechs Euro, Ermäßigte vier Euro.
Im Deutschen Museum öffnet die Oststernwarte mit dem Goerz-Reflektor um 13 Uhr ihre Pforten. Und auch das Sonnenteleskop, das die Sonnenscheibe mitsamt dem Merkur auf einen Tisch am Fuß des Treppenhauses zum Planetarium projiziert, ist im Einsatz. Eintritt: Erwachsene 14 Euro, Schüler und Studenten vier Euro. Das Schauspiel geht bis zum Sonnenuntergang. Übrigens: Der nächste Merkurtransit findet erst in 13 Jahren statt. S. MERCIER