Bürgermeister Manuel Pretzl (44) und CSU-OB-Kandidatin Kristina Frank (38) wollen die Herzog-Wilhelm-Straße aufwerten. Dazu sollen unter anderem die Parkplätze unter die Erde verschwinden – und sogar die Tankstelle. „Wir wollen den Münchnern ein Stück Innenstadt zurückgeben“, sagt Pretzl. „Lasst uns die Herzog-Wilhelm-Straße zur Ruheoase in der Altstadt machen“, fordert Frank.
Neben einer Tiefgarage mit Tankstelle sieht der Antrag der CSU-Fraktion ferner vor, den bestehenden Park in Richtung Stachus zu verlängern. Überdies ist eine Gastronomie zur Belebung des Grünzuges gewünscht. In der Tiefgarage sollen Angebote für Fahrradstellplätze sowie für Elektromobilität geschaffen werden.
Der bestehende Park an der Herzog-Wilhelm-Straße nahe dem Sendlinger Tor wird bereits aufgewertet, weil der Stadtbach an die Oberfläche zurückgeholt wird. In diesem Zusammenhang dränge es sich laut CSU geradezu auf, auch den Bereich zwischen Josephspital- und Herzogspitalstraße neu zu gestalten und aufzuwerten. „Bislang no quality, bald high quality“, sagt Frank. „Nutzen wir die einmalige Chance, diesen Straßenzug aufzuwerten. Die gesamthafte Umgestaltung von Nord nach Süd bietet sich an, weil der Stadtbach im Süden ohnehin ans Tageslicht geholt werden soll.“ Pretzl ergänzt: „Die Mischung aus gastronomischer Nutzung und Freiflächen, die für jeden zugänglich sind, bietet die Chance für einen urbanen Rückzugsort im Herzen der Stadt. In meinen Augen bedeutet moderne Stadtplanung auch: Zurück zum wir. Diesem Anspruch können wir an der Herzog-Wilhelm-Straße in idealer Weise gerecht werden.“ Eine Vergrößerung der Parkfläche werde nicht zuletzt dabei helfen, den möglichen Wegfall von Parkplätzen an der Sonnenstraße aufzufangen. Frank: „Die Münchner sollen statt Tankstelle oder neuer Büros natürliche Freiräume in unserer viel zu hektischen Stadt genießen können. Ein Top-Beitrag zur City-Life-Balance!“ SASCHA KAROWSKI