ADFC: Trixi-Spiegel sind nicht genug

von Redaktion

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) München warnt im Hinblick auf die Trixi-Spiegel, die jetzt an 1100 Kreuzungen in München montiert werden, um Abbiegeunfällen vorzubeugen, vor überhöhten Erwartungen. Wichtiger seien effektive Maßnahmen wie bauliche Verbesserungen der Kreuzungen und die Ausstattung der Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten. ADFC-Vorsitzender Andreas Groh sagte am Sonntag: „Die Realität zeigt leider, dass Lkw-Fahrer oftmals ob der vielen Spiegel überfordert sind, die Spiegel falsch eingestellt oder sogar verdeckt sind.“ Der ADFC begrüße zwar jede Maßnahme, die die Verkehrssicherheit verbessere. „Bei den Trixi-Spiegeln erwarten wir jedoch keine große Verbesserung der Sicherheit, denn das eigentliche Problem ist der unaufmerksame Fahrer. Daher brauchen wir Abbiegeassistenten mit Kollisionserkennung und Notbremsfunktion.“ Abbiegeassistenten sollen EU-weit ab frühestens 2022 Pflicht werden. Der ADFC möchte die Radinfrastruktur sicherer gestalten. Abbiegeunfälle passierten schließlich nicht nur an Kreuzungen, sondern auch an Einmündungen und Grundstückszufahrten.  ska

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