Der Kommunale Außendienst (KAD) soll aus Sicherheitsgründen Funkgeräte bekommen. Der Stadtrat befasst sich am Dienstag mit einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung. Bisher sind die Sheriffs der Stadt lediglich mit Smartphones ausgestattet. Das, so heißt es in der Vorlage, habe sich jedoch in der Vergangenheit als wenig praktikabel herausgestellt, wenn es beispielsweise in brenzligen Situationen erforderlich war, schnellstens alle in der Nähe verfügbaren Dienstkräfte herbeizurufen. „So war bereits des Öfteren ein kurzfristiger Schwerpunkteinsatz des KAD erforderlich. Über Funk kann in diesen Fällen direkt mit anderen Kräften kommuniziert werden“, schreibt die Verwaltung.
Seit Beginn der Außendiensttätigkeit im Juli vergangenen Jahres stand die Ausrüstung auf dem Prüfstand. Vieles, was innerhalb der Projektphase zunächst allenfalls theoretisch denkbar war, stellte sich in den vergangenen Monaten als unverzichtbar heraus. So musste allein die Schutzausrüstung schon mehrfach erweitert werden. Das Thema Digitalfunk seit dabei bereits mehrfach Thema gewesen, heißt es in der Vorlage. Auch andere Ordnungsdienste wie das Ordnungsamt Augsburg, Frankfurt und Stuttgart sowie die Stadt Stadtbergen hätten für ihren Außendienst Funkgeräte beschafft.
Der Kommunale Außendienst (KAD) ist seit Juli 2018 auf den Straßen unterwegs. Eine Bilanz im Sommer dieses Jahres zeigte: Die Mitarbeiter der Stadt haben 1312 Ordnungswidrigkeiten aufgenommen, 334 Platzverweise ausgesprochen und 16 116 Auskünfte an Bürger und Touristen erteilt. Die häufigsten Einsatzgründe waren alkoholbedingte Störungen (682 Fälle), Wildbieseln (557 Fälle), das Überprüfen der Vitalfunktion (492 Fälle) und Betteln (438 Fälle). SASCHA KAROWSKI