Autofahrer flüchtet 200 Kilometer vor der Polizei

von Redaktion

Streife will Mann am Sendlinger-Tor-Platz kontrollieren – Beamte nehmen 39-Jährigen bei Nürnberg fest

Mehr als 200 Kilometer von München – bis nach Lauf an der Pegnitz – ist ein Autofahrer am Sonntag vor der Polizei geflüchtet. An der Rastanlage Feucht West nahmen Beamte ihn fest. Der Grund für die Flucht ist völlig unklar. Der Mann schweigt.

Gegen 4.20 Uhr wollte eine Streife den VW-Fahrer am Sendlinger-Tor-Platz kontrollieren. Statt anzuhalten gab der Mann Gas und raste Richtung Stachus. Eine zwischenzeitlich alarmierte weitere Streife wollte den Mann dann auf der Leopoldstraße stoppen. Doch der Golf durchbrach die Kontrollstelle und beschädigte zwei Streifenwagen. Dann fuhr er weiter auf die A 9 Richtung Nürnberg.

Um andere Verkehrsteilnehmer vor Kurzschlusshandlungen des Flüchtenden zu schützen, sicherten weitere Beamte aus München, Oberbayern Nord und Mittelfranken in Polizeifahrzeugen die Autobahn und sperrten Zufahrten ab. Um seine Verfolger abzuhängen, fing der VW-Fahrer an, mehrere Gegenstände – unter anderem Steinbrocken – aus dem Auto zu werfen. An der Anschlussstelle Lauf-Süd wendete der Mann plötzlich, fuhr wieder Richtung München und verließ an der Rastanlage Feucht West dann die Autobahn. Dort nahmen Einsatzkräfte den Mann fest.

Nach Angaben der Polizei scheint sich der 39-Jährige in ungeordneten Lebensverhältnissen zu befinden. Er war zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits seit längerer Zeit im Auto. Der Mann hatte keinen Ausweis bei sich. Er musste eine Blutprobe abgeben. Die Polizei ermittelt.  weg

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