Die Erhöhung der Ballungsraumzulage soll auch für Beamte gelten. Auf dieser Forderung beharrt der Münchner Stadtrat, wie die Vollversammlung am Mittwoch beschloss. Für Tarifbeschäftigte wurde die Zulage von der Stadt bereits auf 270 Euro pro Monat erhöht. Eine Ausweitung auf Beamte lehnt der Freistaat ab, weil die Bezüge bereits hoch genug seien.
Diese Auffassung teilt der Stadtrat angesichts der hohen Lebenshaltungskosten in der Landeshauptstadt nicht. Grünen-Fraktionschef Florian Roth: „Dass die CSU-geführte Staatsregierung so stur bleibt, finden wir bedauerlich.“ Dies sei Teil von Söders „typischer Anti-München-Politik“. Die Rathaus-CSU ist ebenso unzufrieden. Stadträtin Sabine Bär sagte: „Auch uns tut es unendlich leid, dass sich der Freistaat querstellt.“ SPD-Fraktionschefin Verena Dietl bezeichnete es als Ungerechtigkeit, dass Beamte von der Erhöhung der Zulage ausgenommen würden. Die Rathaus-CSU sollte auf den Freistaat zugehen. Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU) entgegnete, er habe in dieser Sache schon vor Monaten an die Staatsregierung geschrieben. kv