Noch steht die Dichte der Bebauung nicht fest

von Redaktion

Der neue Stadtrat wird entscheiden müssen, wie es im Nordosten weitergeht. Vor allem, welche Dichte umgesetzt wird. In einem Ideenwettbewerb wurden Szenarien für 10 000, 20 000 und 30 000 neue Einwohner entworfen. Die Bebauung soll primär entlang des S-Bahnknotens erfolgen. Klar ist, dass auf mindestens der Hälfte der 600 Hektar großen Fläche dauerhaft Raum für bestehende Nutzungen wie Landwirtschaft und Pferdesport freigehalten werden soll. Zudem sollen wertvolle Landschaftsbereiche wie Frischluftschneisen und Naherholungsflächen geschützt werden. Geplant sind ein neuer Badesee sowie die Verlängerung der U4. Erste konkrete Bauvorhaben dürfte es frühestens in zehn Jahren geben.

Solche Neubauviertel bringen stets auch die Augen von Investoren zum Leuchten. Um Bodenspekulationen einen Riegel vorzuschieben und die Kosten für die notwendige Infrastruktur abschöpfen zu können, will sich die Stadt eines Instruments aus dem Baugesetzbuch bedienen und das Gebiet zur „Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“, kurz SEM, ausrufen. Sie ermöglicht die Entwicklung eines großen Gebiets mit vielen Eigentümern durch eine übergeordnete Planung, um am Ende ein Viertel aus einem Guss zu bekommen. Die Stadt hat Vorkaufsrecht auf die notwendigen Grundstücke und bietet dafür einen Preis, der deutlich über Ackerland-, aber unter Spekulationspreisen liegt. Damit wird der Bau von viel mehr günstigem Wohnraum möglich. Auslöser für die Idee einer SEM waren 2008 die Grundstücksgeschäfte rund um die Pferdesportanlagen in Daglfing und Riem.  ick

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