Um kaum einen Ort rankt sich mehr Gerede, an kaum einem Ort wird so viel gefrotzelt, gezittert und gelacht. In knapp vier Wochen ruft er wieder, der Nockherberg. Pünktlich zum Starkbieranstich am 11. März versammelt sich die bayerische Politprominenz wieder, um sich gemeinsam necken zu lassen. Bissig, spielerisch, frech. Die Darsteller für das diesjährige Singspiel sind gefunden, das Grundgerüst steht –- jetzt geht’s ans Proben. Eine aufregende Zeit, vor allem für die zwei Neuzugänge, das „Rote Duo“.
Dabei liefert das ständige Hick-Hack, das andauernde Hin und Her auf bundespolitischer Ebene, mehr als genug Stoff für das diesjährige Singspiel. Eine zentrale Rolle soll dabei der neuen SPD-Doppelspitze zukommen. „Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sind in diesem Jahr Teil des Geschehens“, verrät Singspiel-Autor Richard Oehmann vorab. „Die beiden werden sich auf die Suche nach den verlorenen Wählern der Sozialdemokraten begeben.“
Verkörpert werden die politischen Neuzugänge passenderweise von zwei Nockherberg-Neulingen: Die Theaterschauspielerin Natalie Hünig wird Saskia Esken den Spiegel vorhalten. Christian Buse (unter anderem bekannt aus der TV-Serie „Marienhof“) leiht dem SPDler Norbert Walter-Borjans sein Gesicht.
Dabei steht fest: Die Aufgabe hat es in sich. Schließlich, verrät Singspiel-Autor und Regisseur Stefan Betz, „werden wir bei dem aktuellen politischen Tagesgeschehen bis zur Aufführung sicher noch ein paar Änderungen vornehmen müssen“.
Um die musikalische Untermalung kümmert sich auch heuer wieder der Geretsrieder Komponist Tobias Weber. Das Singspiel wird am 11. März wie gewohnt im Bayerischen Fernsehen übertragen. Übrigens: Die traditionelle Fastenpredigt wird erneut der Allgäuer Maxi Schafroth übernehmen. sb